<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Herren und andere Igel. &#8211; &#8220;Mecki&#8221; und die Folgen</title>
	<atom:link href="http://www.pannor.de/?feed=rss2&#038;p=338" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.pannor.de/?p=338</link>
	<description>Journalist - Übersetzer - Lektor - PR-Texter.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Sep 2010 15:15:10 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
	<item>
		<title>Von: Stefan Pannor &#187; Blog Archive &#187; Aktuelle Comicrezension (138): &#8216;Mecki&#8217;</title>
		<link>http://www.pannor.de/?p=338#comment-3753</link>
		<dc:creator>Stefan Pannor &#187; Blog Archive &#187; Aktuelle Comicrezension (138): &#8216;Mecki&#8217;</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 22:34:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pannor.de/?p=338#comment-3753</guid>
		<description>[...] muss das gar nicht weiter ausformulieren - Hintergründe zum &#8220;Fall Mecki&#8221; finden Sie hier und hier. Darüber hinaus in den FAZ-Blogs hier und beim Tagesspiegel hier. Der in diesem Blog [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] muss das gar nicht weiter ausformulieren &#8211; Hintergründe zum &#8220;Fall Mecki&#8221; finden Sie hier und hier. Darüber hinaus in den FAZ-Blogs hier und beim Tagesspiegel hier. Der in diesem Blog [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: dorett</title>
		<link>http://www.pannor.de/?p=338#comment-2213</link>
		<dc:creator>dorett</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 14:10:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pannor.de/?p=338#comment-2213</guid>
		<description>Ich vermute, das hauptsächliche Problem  ist, dass Herr Pannor einfach zu jung ist, er kennt die 50er Jahre aus eigenem Erleben nicht. Die Spiessigkeit dieser Zeit spiegelt selbstverständlich auch das Mecki-Buch wider - Mecki kann nicht moderner sein als die Zeit, in der er erschaffen wurde.

Dieser Aspekt wurde im Artikel meines Erachtens nicht ausreichend gewürdigt - durchaus verzeihlich - aber dennoch nicht korrekt! Ich bin über 60 und kenne die Zeit aus eigenem Erleben:
wer es nicht erlebt hat, kann sich diese enorme Spiessigkeit wahrhaftig nicht vorstellen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich vermute, das hauptsächliche Problem  ist, dass Herr Pannor einfach zu jung ist, er kennt die 50er Jahre aus eigenem Erleben nicht. Die Spiessigkeit dieser Zeit spiegelt selbstverständlich auch das Mecki-Buch wider &#8211; Mecki kann nicht moderner sein als die Zeit, in der er erschaffen wurde.</p>
<p>Dieser Aspekt wurde im Artikel meines Erachtens nicht ausreichend gewürdigt &#8211; durchaus verzeihlich &#8211; aber dennoch nicht korrekt! Ich bin über 60 und kenne die Zeit aus eigenem Erleben:<br />
wer es nicht erlebt hat, kann sich diese enorme Spiessigkeit wahrhaftig nicht vorstellen!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Meckifreund</title>
		<link>http://www.pannor.de/?p=338#comment-2212</link>
		<dc:creator>Meckifreund</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 11:28:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pannor.de/?p=338#comment-2212</guid>
		<description>Gerhard Förster bat mich einen Artikel mit einem Interview von Reinhold Eschers Tocher hier einzustellen:

Was meint Reinhold Eschers Tochter zur Mecki-Affaire ?
Gerhard Förster vom Magazin DIE SPRECHBLASE interviewte Regine Mosimann
 
Der Artikel in der Frankfurter Rundschau über Mecki von Stefan Pannor hat einige Aufregung verursacht. Lassen wir doch einmal jemanden zu Wort kommen, der die Produktion von Mecki hautnah miterlebte, Frau Regine Mosimann, die Tochter von Reinhold Escher, dem wichtigsten Mecki-Zeichner:
 
&quot;Stefan Pannor hat die fragliche Geschichte nur sehr oberflächlich gelesen, sonst hätte er bemerkt, dass die Zigeuner (sie hießen damals einfach so!) Meckis Freunde sind und der Zigeunerjunge Mirko ihm hilft, gegen die Schmugglerbande vorzugehen. Zwar ist der Übeltäter dunkelhaarig, doch seine Komplizin Gloria wird als &quot;blondes Gift&quot; bezeichnet und sorgt für den Ausgleich der Gut-und-böse-Verteilung unter den Rassen. Natürlich müssen Böse wie Schurken aussehen und da hilft halt der lange schwarze Räuberbart bei der optischen Umsetzung. Das Wort &#039;Lausedonien&#039; klingt in meinen Ohren nicht sehr nach Escher. Das könnte evtl. der Geistesblitz eines HÖRZU-Redakteurs gewesen sein.&quot; 
 
Dieses etwas ältere Statement wird nun auch durch ein Neues von Frau Mosimann ergänzt:
 
&quot;Nun habe ich mir die Geschichte &quot;Das Allzweckfahrzeug&quot; (in der Esslinger Ausgabe ab Seite 47) noch einmal vorgeknöpft. Es geht um Folgendes: Theo Tick hat ein Allzweckfahrzeug erfunden. Sein Freund, Herr Schofel, und dessen blonde Freundin Gloria klauen ihm die Pläne und verkaufen sie an eine Schmugglerbande in Daschadoll bei Nitschewo im Lande Lausedonien, wo das Mobil mit Hilfe des Schlossers Schnapphahn produziert werden soll. Mecki verfolgt die Diebe und freundet sich mit dem Zigeunerjungen Mirko an. Mirko leistet wertvolle Hilfe und Mecki ist Gast im Zigeunerlager. Der Bösewicht Schofel wird auf S. 47 eingeführt. Er trägt einen Anzug und hat definitiv eine ungesunde hellgraue Gesichtsfarbe, die sich von allen übrigen Personen unterscheidet. In der gleichen Folge gibt Schofel ein Kostümfest, an dem er als Zigeuner verkleidet erscheint. Meckis Freunde, die Zigeuner, haben die gleiche Hautfarbe wie Mecki (S. 52 und S. 57). Auch die Schmuggler mit den schwarzen Bärten haben eine &#039;normale&#039; Hautfarbe. In Lausedonien wird Herr Schofel als Ausländer tituliert (S. 59). Die Zigeuner kommen in der ganzen Geschichte positiv weg. Von Diskriminierung nicht die Spur! Der Böse ist ein Deutscher mit dunklen Haaren und blonder Freundin. Der FR-Rezensent hat bei seiner Kritik geschlampt. &quot;
 
An dieser Stelle möchte ich ergänzend noch die Umstände erwähnen, unter denen Mecki den Jungen Mirko kennenlernt. Dafür zitiere ich Pannors Artikel: &quot; &#039;Hast du das Huhn gestohlen?&#039;, fragt Mecki einen zerlumpten Jungen. Das ist zwar nicht der Fall. Aber Ordnung muss schließlich sein.&quot; Das klingt so, als wenn der Protagonist dem Zigeunerkind mit totalen Vorurteilen entgegentritt. Tatsächlich ist es so, dass der Junge von Leuten verfolgt wird, die ihn (zu Unrecht) für den Dieb des Huhns halten. Meckis Frage liegt daher auf der Hand. Dies ist eines von mehreren Beispielen, in denen der Artikel den Leser in eine falsche Richtung führt.
 
Auch zum Namen &quot;Schofel&quot; ist etwas anzumerken. Wie mir glaubhaft versichert wurde, war das Wort &quot;schofelig&quot;, das für &quot;geizig&quot; steht, im Hamburg der 50er Jahre ziemlich gebräuchlich und losgelöst von seiner jiddischen Sprachherkunft. Da der Ausdruck von den Juden selbst stammt und quasi eine Kritik am Geiz darstellt, dürfte der Schuss in Richtung Antisemitismus auch aus diesem Grund ins Leere gehen.
 
An Pannors Zeitungsartikel fällt auch auf, dass der Autor keinerlei Verständnis für den zeitlichen Zusammenhang zeigt. Aus heutiger Sicht ist es sehr leicht, etwas als &quot;politisch unkorrekt&quot; einzustufen. In Zukunft wird Esslinger, wie inzwischen verlautbart wurde, entsprechende Hinweise und Kommentare in den Bänden anbringen. Wie wichtig dem Verlag die &quot;political correctness&quot; ist, sieht man schon daran, dass im Jahresband 1958 eine Seite, bei der man meinte, sie wäre heute nicht mehr vertretbar, ausgelassen wurde – auch wenn diese Maßnahme wohl etwas unglücklich gewählt war. 
 
Besonders kommentierungsbedürftig ist, dass Pannor in seinem Zeitungsartikel beide MECKI-Zeichner, Reinhold Escher und Wilhelm Petersen, in einen Nazi-Zusammenhang stellt. Petersen stand zwar der Nazi-Ideologie nahe – damit muss man leben (1) – doch Escher hatte damit ganz sicher nichts am Hut. Und er verantwortete den weitaus größten Teil der Episoden. Frau Mosimann: &quot;Auf keinen Fall kann man Reinhold Escher in die Nähe von nationalsozialistischem Gedankengut setzen. Dieses war ihm aus tiefstem Herzen verhasst, wie auch alles Militärische. Dass er in den Krieg musste, war die Tragödie seines Lebens. Dass er statt zu kämpfen, Bildergeschichten machen durfte, war seine Rettung. Es ist lächerlich, ihm die damals entstandenen humoristischen Zeichnungen zum Vorwurf zu machen. Reinhold Escher war kein ausgeprägt politischer Mensch. Als junger Mann bezeichnete er sich augenzwinkernd als &#039;Salonkommunisten&#039;. Später gab er seine Wahlstimme den Grünen. Vom Elternhaus her war die politische Ausrichtung klar sozialdemokratisch. Mit dem politischen Standpunkt des Axel-Springer-Verlags ist Reinhold Escher nicht gleichzusetzen. Er war ein äußerst toleranter Zeichner von spannenden und warmherzigen Kindergeschichten.&quot;
 
Pannor muss das gewusst haben. Im Wortsinn wird Escher ja auch nicht als Nazi bezeichnet, dennoch suggeriert seine Formulierung – und die Reaktionen auf den Artikel bestätigen es – dass beide Zeichner Nazis waren.
 
Zuletzt erwähnt Frau Mosimann noch, dass Pannor Mecki mit Nick Knatterton vergleicht und dabei außer Acht lässt, dass es sich bei Mecki um Kindergeschichten in einer Programmzeitschrift handelt. Das heißt, er vergleicht Äpfel mit Birnen. 
 
Dass Comicfans über diese Art von Journalismus erbost sind, ist naheliegend. Dennoch werden Pannors Kritiker von manchen Leuten quasi als Fanatiker diffamiert. Hier möchte ich besonders Andreas Platthaus erwähnen. Als renommierter Journalist und Autor hätte er die fragliche Mecki-Geschichte zumindest lesen sollen (was er offenbar nicht getan hat), bevor er Pannor in Schutz nahm.
 
Wie soll Stefan Pannor mit der Kritik an seinem Artikel umgehen? Eine Möglichkeit wäre, die Fehler einfach einzugestehen und künftig mehr Sorgfalt zu geloben. Solche Bekenntnisse schaden einem Menschen im Normalfall nicht, sondern weisen auf eine gewisse Größe hin. Um ein Beispiel aus der Politik zu bemühen: Barack Obama hat sich erst kürzlich für eine voreilige Aussage entschuldigt, von George W. Bush ist ähnliches nicht bekannt.
 
Abschließend möchte ich als Herausgeber des Comicfachmagazins SPRECHBLASE noch Werbung in eigener Sache betreiben: Demnächst erscheint SPRECHBLASE 215. Auf 32 Farbseiten wird das Thema MECKI in allen Aspekten beleuchtet. Viele neue Informationen! Viele interessante Abbildungen! Weitere ausführlich behandelte Themen: die Fliegerserie TANGUY UND LAVERDURE und der TV-Klassiker MIT SCHIRM, CHARME UND MELONE. Die Ausgabe erscheint im September und ist um 8,90 Euro im Comicfachhandel zu beziehen oder über: info@die-neue-sprechblase.at
 
Gerhard Förster
 
(1) Petersen schrieb allerdings keine MECKI-Geschichten. Sie stammen von der HÖRZU-Redaktion.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gerhard Förster bat mich einen Artikel mit einem Interview von Reinhold Eschers Tocher hier einzustellen:</p>
<p>Was meint Reinhold Eschers Tochter zur Mecki-Affaire ?<br />
Gerhard Förster vom Magazin DIE SPRECHBLASE interviewte Regine Mosimann</p>
<p>Der Artikel in der Frankfurter Rundschau über Mecki von Stefan Pannor hat einige Aufregung verursacht. Lassen wir doch einmal jemanden zu Wort kommen, der die Produktion von Mecki hautnah miterlebte, Frau Regine Mosimann, die Tochter von Reinhold Escher, dem wichtigsten Mecki-Zeichner:</p>
<p>&#8220;Stefan Pannor hat die fragliche Geschichte nur sehr oberflächlich gelesen, sonst hätte er bemerkt, dass die Zigeuner (sie hießen damals einfach so!) Meckis Freunde sind und der Zigeunerjunge Mirko ihm hilft, gegen die Schmugglerbande vorzugehen. Zwar ist der Übeltäter dunkelhaarig, doch seine Komplizin Gloria wird als &#8220;blondes Gift&#8221; bezeichnet und sorgt für den Ausgleich der Gut-und-böse-Verteilung unter den Rassen. Natürlich müssen Böse wie Schurken aussehen und da hilft halt der lange schwarze Räuberbart bei der optischen Umsetzung. Das Wort &#8216;Lausedonien&#8217; klingt in meinen Ohren nicht sehr nach Escher. Das könnte evtl. der Geistesblitz eines HÖRZU-Redakteurs gewesen sein.&#8221; </p>
<p>Dieses etwas ältere Statement wird nun auch durch ein Neues von Frau Mosimann ergänzt:</p>
<p>&#8220;Nun habe ich mir die Geschichte &#8220;Das Allzweckfahrzeug&#8221; (in der Esslinger Ausgabe ab Seite 47) noch einmal vorgeknöpft. Es geht um Folgendes: Theo Tick hat ein Allzweckfahrzeug erfunden. Sein Freund, Herr Schofel, und dessen blonde Freundin Gloria klauen ihm die Pläne und verkaufen sie an eine Schmugglerbande in Daschadoll bei Nitschewo im Lande Lausedonien, wo das Mobil mit Hilfe des Schlossers Schnapphahn produziert werden soll. Mecki verfolgt die Diebe und freundet sich mit dem Zigeunerjungen Mirko an. Mirko leistet wertvolle Hilfe und Mecki ist Gast im Zigeunerlager. Der Bösewicht Schofel wird auf S. 47 eingeführt. Er trägt einen Anzug und hat definitiv eine ungesunde hellgraue Gesichtsfarbe, die sich von allen übrigen Personen unterscheidet. In der gleichen Folge gibt Schofel ein Kostümfest, an dem er als Zigeuner verkleidet erscheint. Meckis Freunde, die Zigeuner, haben die gleiche Hautfarbe wie Mecki (S. 52 und S. 57). Auch die Schmuggler mit den schwarzen Bärten haben eine &#8216;normale&#8217; Hautfarbe. In Lausedonien wird Herr Schofel als Ausländer tituliert (S. 59). Die Zigeuner kommen in der ganzen Geschichte positiv weg. Von Diskriminierung nicht die Spur! Der Böse ist ein Deutscher mit dunklen Haaren und blonder Freundin. Der FR-Rezensent hat bei seiner Kritik geschlampt. &#8221;</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich ergänzend noch die Umstände erwähnen, unter denen Mecki den Jungen Mirko kennenlernt. Dafür zitiere ich Pannors Artikel: &#8221; &#8216;Hast du das Huhn gestohlen?&#8217;, fragt Mecki einen zerlumpten Jungen. Das ist zwar nicht der Fall. Aber Ordnung muss schließlich sein.&#8221; Das klingt so, als wenn der Protagonist dem Zigeunerkind mit totalen Vorurteilen entgegentritt. Tatsächlich ist es so, dass der Junge von Leuten verfolgt wird, die ihn (zu Unrecht) für den Dieb des Huhns halten. Meckis Frage liegt daher auf der Hand. Dies ist eines von mehreren Beispielen, in denen der Artikel den Leser in eine falsche Richtung führt.</p>
<p>Auch zum Namen &#8220;Schofel&#8221; ist etwas anzumerken. Wie mir glaubhaft versichert wurde, war das Wort &#8220;schofelig&#8221;, das für &#8220;geizig&#8221; steht, im Hamburg der 50er Jahre ziemlich gebräuchlich und losgelöst von seiner jiddischen Sprachherkunft. Da der Ausdruck von den Juden selbst stammt und quasi eine Kritik am Geiz darstellt, dürfte der Schuss in Richtung Antisemitismus auch aus diesem Grund ins Leere gehen.</p>
<p>An Pannors Zeitungsartikel fällt auch auf, dass der Autor keinerlei Verständnis für den zeitlichen Zusammenhang zeigt. Aus heutiger Sicht ist es sehr leicht, etwas als &#8220;politisch unkorrekt&#8221; einzustufen. In Zukunft wird Esslinger, wie inzwischen verlautbart wurde, entsprechende Hinweise und Kommentare in den Bänden anbringen. Wie wichtig dem Verlag die &#8220;political correctness&#8221; ist, sieht man schon daran, dass im Jahresband 1958 eine Seite, bei der man meinte, sie wäre heute nicht mehr vertretbar, ausgelassen wurde – auch wenn diese Maßnahme wohl etwas unglücklich gewählt war. </p>
<p>Besonders kommentierungsbedürftig ist, dass Pannor in seinem Zeitungsartikel beide MECKI-Zeichner, Reinhold Escher und Wilhelm Petersen, in einen Nazi-Zusammenhang stellt. Petersen stand zwar der Nazi-Ideologie nahe – damit muss man leben (1) – doch Escher hatte damit ganz sicher nichts am Hut. Und er verantwortete den weitaus größten Teil der Episoden. Frau Mosimann: &#8220;Auf keinen Fall kann man Reinhold Escher in die Nähe von nationalsozialistischem Gedankengut setzen. Dieses war ihm aus tiefstem Herzen verhasst, wie auch alles Militärische. Dass er in den Krieg musste, war die Tragödie seines Lebens. Dass er statt zu kämpfen, Bildergeschichten machen durfte, war seine Rettung. Es ist lächerlich, ihm die damals entstandenen humoristischen Zeichnungen zum Vorwurf zu machen. Reinhold Escher war kein ausgeprägt politischer Mensch. Als junger Mann bezeichnete er sich augenzwinkernd als &#8216;Salonkommunisten&#8217;. Später gab er seine Wahlstimme den Grünen. Vom Elternhaus her war die politische Ausrichtung klar sozialdemokratisch. Mit dem politischen Standpunkt des Axel-Springer-Verlags ist Reinhold Escher nicht gleichzusetzen. Er war ein äußerst toleranter Zeichner von spannenden und warmherzigen Kindergeschichten.&#8221;</p>
<p>Pannor muss das gewusst haben. Im Wortsinn wird Escher ja auch nicht als Nazi bezeichnet, dennoch suggeriert seine Formulierung – und die Reaktionen auf den Artikel bestätigen es – dass beide Zeichner Nazis waren.</p>
<p>Zuletzt erwähnt Frau Mosimann noch, dass Pannor Mecki mit Nick Knatterton vergleicht und dabei außer Acht lässt, dass es sich bei Mecki um Kindergeschichten in einer Programmzeitschrift handelt. Das heißt, er vergleicht Äpfel mit Birnen. </p>
<p>Dass Comicfans über diese Art von Journalismus erbost sind, ist naheliegend. Dennoch werden Pannors Kritiker von manchen Leuten quasi als Fanatiker diffamiert. Hier möchte ich besonders Andreas Platthaus erwähnen. Als renommierter Journalist und Autor hätte er die fragliche Mecki-Geschichte zumindest lesen sollen (was er offenbar nicht getan hat), bevor er Pannor in Schutz nahm.</p>
<p>Wie soll Stefan Pannor mit der Kritik an seinem Artikel umgehen? Eine Möglichkeit wäre, die Fehler einfach einzugestehen und künftig mehr Sorgfalt zu geloben. Solche Bekenntnisse schaden einem Menschen im Normalfall nicht, sondern weisen auf eine gewisse Größe hin. Um ein Beispiel aus der Politik zu bemühen: Barack Obama hat sich erst kürzlich für eine voreilige Aussage entschuldigt, von George W. Bush ist ähnliches nicht bekannt.</p>
<p>Abschließend möchte ich als Herausgeber des Comicfachmagazins SPRECHBLASE noch Werbung in eigener Sache betreiben: Demnächst erscheint SPRECHBLASE 215. Auf 32 Farbseiten wird das Thema MECKI in allen Aspekten beleuchtet. Viele neue Informationen! Viele interessante Abbildungen! Weitere ausführlich behandelte Themen: die Fliegerserie TANGUY UND LAVERDURE und der TV-Klassiker MIT SCHIRM, CHARME UND MELONE. Die Ausgabe erscheint im September und ist um 8,90 Euro im Comicfachhandel zu beziehen oder über: <a href="mailto:info@die-neue-sprechblase.at">info@die-neue-sprechblase.at</a></p>
<p>Gerhard Förster</p>
<p>(1) Petersen schrieb allerdings keine MECKI-Geschichten. Sie stammen von der HÖRZU-Redaktion.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Meckifreund</title>
		<link>http://www.pannor.de/?p=338#comment-2207</link>
		<dc:creator>Meckifreund</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 19:17:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pannor.de/?p=338#comment-2207</guid>
		<description>Leserbrief an die Frankfurter Rundschau - 1. Teil

Sehr geehrte Damen und Herren,

selten ist wohl eine Kritik zu einem neue gestarteten Comic so unsachlich ausgefallen wie die von  Stefan Pannor über die gerade im Esslinger Verlag gestartete Meckibuchreihe.

Jahrzehntelang haben Comic- und Meckifans auf die Veröffentlichung ihrer Kindheitserinnerungen gewartet oder nachgewachsene Leser sich einmal gewünscht selber die sagenhaften Meckicomics betrachten zu dürfen. Eine sehr komplizierte Rechtslage mit sehr vielen Erben der ehemals Beteiligten verhinderte bisher diese Edition.

Umso erstauner war ich über die Rezension ihres Autors Stefan Pannor. Stefan Pannor eifert dem Gonzojournalismus nach indem er die Kritik sehr oberflächig und polemisch anlegt. Von den drei im Buch enthaltenen Geschichten bespricht er gerade einmal eine, erweckt aber beim Leser den Eindruck, dass dies die einzige Geschichte in dem Band ist. Der ältere Leser merkt Herrn Pannor an, dass dieser erst 1975 geboren wurde und zudem mit einigen Begrifflichkeiten aus älterer Zeit nicht recht vertraut ist. Er bespricht Mecki, als ob dies eine x-beliebige Neuveröffentlichung wäre und nicht ein Comic der vor dem Hintergrund der 50iger Jahre entstanden ist. Mecki ist somit ein Zeitdokument, entstanden in seiner Zeit, durch seine Zeit und für seine Zeit. 1958 war es durchaus üblich - heute ebenbfalls - manche Menschen als Schofel zu bezeichnen. Pannor schreibt zu idesen Namen, den eine Figur der besagten Meckigeschichte trägt: \&quot;Schofel heißt der, was im Jüdischen so viel wie schäbig, geizig, kleinlich bedeutet, und er hat dunkle Haut.\&quot; Das ist soweit richtig, auf der anderen Seite verschweigt Pannor jedoch das dieser Begriff auf Umwegen über das Rotwelsche Eingang in die deutsche Umgangssprache nahm.

Ob Mosaik tatsächlich ein wesentlich moderner Comic wie Mecki war ist sicherlich ein Vergleich wert - nur belegt Herr Pannor dies überhaupt nicht. Aber oftmals können Jugenderinnerungen auch täuschen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Leserbrief an die Frankfurter Rundschau &#8211; 1. Teil</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>selten ist wohl eine Kritik zu einem neue gestarteten Comic so unsachlich ausgefallen wie die von  Stefan Pannor über die gerade im Esslinger Verlag gestartete Meckibuchreihe.</p>
<p>Jahrzehntelang haben Comic- und Meckifans auf die Veröffentlichung ihrer Kindheitserinnerungen gewartet oder nachgewachsene Leser sich einmal gewünscht selber die sagenhaften Meckicomics betrachten zu dürfen. Eine sehr komplizierte Rechtslage mit sehr vielen Erben der ehemals Beteiligten verhinderte bisher diese Edition.</p>
<p>Umso erstauner war ich über die Rezension ihres Autors Stefan Pannor. Stefan Pannor eifert dem Gonzojournalismus nach indem er die Kritik sehr oberflächig und polemisch anlegt. Von den drei im Buch enthaltenen Geschichten bespricht er gerade einmal eine, erweckt aber beim Leser den Eindruck, dass dies die einzige Geschichte in dem Band ist. Der ältere Leser merkt Herrn Pannor an, dass dieser erst 1975 geboren wurde und zudem mit einigen Begrifflichkeiten aus älterer Zeit nicht recht vertraut ist. Er bespricht Mecki, als ob dies eine x-beliebige Neuveröffentlichung wäre und nicht ein Comic der vor dem Hintergrund der 50iger Jahre entstanden ist. Mecki ist somit ein Zeitdokument, entstanden in seiner Zeit, durch seine Zeit und für seine Zeit. 1958 war es durchaus üblich &#8211; heute ebenbfalls &#8211; manche Menschen als Schofel zu bezeichnen. Pannor schreibt zu idesen Namen, den eine Figur der besagten Meckigeschichte trägt: \&#8221;Schofel heißt der, was im Jüdischen so viel wie schäbig, geizig, kleinlich bedeutet, und er hat dunkle Haut.\&#8221; Das ist soweit richtig, auf der anderen Seite verschweigt Pannor jedoch das dieser Begriff auf Umwegen über das Rotwelsche Eingang in die deutsche Umgangssprache nahm.</p>
<p>Ob Mosaik tatsächlich ein wesentlich moderner Comic wie Mecki war ist sicherlich ein Vergleich wert &#8211; nur belegt Herr Pannor dies überhaupt nicht. Aber oftmals können Jugenderinnerungen auch täuschen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Meckifreund</title>
		<link>http://www.pannor.de/?p=338#comment-2205</link>
		<dc:creator>Meckifreund</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 15:33:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pannor.de/?p=338#comment-2205</guid>
		<description>Es folgt ein Leserbrief an die Frankfurter Rundschau:

Sehr geehrte Damen und Herren,

selten ist wohl eine Kritik zu einem neue gestarteten Comic so unsachlich ausgefallen wie die von  Stefan Pannor über die gerade im Esslinger Verlag gestartete Meckibuchreihe.

Jahrzehntelang haben Comic- und Meckifans auf die Veröffentlichung ihrer Kindheitserinnerungen gewartet oder nachgewachsene Leser sich einmal gewünscht selber die sagenhaften Meckicomics betrachten zu dürfen. Eine sehr komplizierte Rechtslage mit sehr vielen Erben der ehemals Beteiligten verhinderte bisher diese Edition.

Umso erstauner war ich über die Rezension ihres Autors Stefan Pannor. Stefan Pannor eifert dem Gonzojournalismus nach indem er die Kritik sehr oberflächig und polemisch anlegt. Von den drei im Buch enthaltenen Geschichten bespricht er gerade einmal eine, erweckt aber beim Leser den Eindruck, dass dies die einzige Geschichte in dem Band ist. Der ältere Leser merkt Herrn Pannor an, dass dieser erst 1975 geboren wurde und zudem mit einigen Begrifflichkeiten aus älterer Zeit nicht recht vertraut ist. Er bespricht Mecki, als ob dies eine x-beliebige Neuveröffentlichung wäre und nicht ein Comic der vor dem Hintergrund der 50iger Jahre entstanden ist. Mecki ist somit ein Zeitdokument, entstanden in seiner Zeit, durch seine Zeit und für seine Zeit. 1958 war es durchaus üblich - heute ebenbfalls - manche Menschen als Schofel zu bezeichnen. Pannor schreibt zu idesen Namen, den eine Figur der besagten Meckigeschichte trägt: \&quot;Schofel heißt der, was im Jüdischen so viel wie schäbig, geizig, kleinlich bedeutet, und er hat dunkle Haut.\&quot; Das ist soweit richtig, auf der anderen Seite verschweigt Pannor jedoch das dieser Begriff auf Umwegen über das Rotwelsche Eingang in die deutsche Umgangssprache nahm.

Ob Mosaik tatsächlich ein wesentlich moderner Comic wie Mecki war ist sicherlich ein Vergleich wert - nur belegt Herr Pannor dies überhaupt nicht. Aber oftmals können Jugenderinnerungen auch täuschen. 

Weiterhin behauptet Herr Pannor das zwei Seiten selbst dem Verlag zu heiß gewesen wären um sie abzudrucken. Dies ist nicht der Fall. Die eine Seite betrifft eine Ankündigung für das Bilderbuch &#8222;Mecki bei Prinz Aladin. Diese Seite stört vom Grundsatz her den Lesefluss und es ist mehr als verständlich das Esslinger diese Seite nicht abdruckt. Gleiches praktizierte Dupuis übrigens bei der Veröffentlichung des Spirouabenteuers &#8222;Die Hütte im Urwald&#8220;. 
Von Jemanden wie Herrn Pannor, der in der Comicbranche tätig ist erwarte ich mir natürlich mehr Einsatz über ein Thema als von jemanden der gerade einmal einen Auftrag abliefern muss. Wir leben im Zeitalter des Internets, der gescannten Seiten und es wäre sicherlich leicht möglich gewesen diese Seiten von Esslinger zu Begutachtung zu bekommen. 
Ich bedauere dass die Frankfurter Rundschauf nicht die Gelegenheit genutzt hat ihrn  Mecki neutral sondern einseitig verzerrt darzustellen. In seinem Artikel unterstellt Ihr Autor das der Zeichner Reinold Escher in seinen Comics menschenverachtende Darstellungen den Lesern untergejubelt. Weiterhin erweckt er den Eindruck das Reinhold Escher für die Wehrmacht Bildergeschichten gezeichnet hat und dem Nationalsozialismus nahestand. Dies entspricht in keinster Weise der Realität. Reinold Escher war Zeit seines Lebens ein aufgeklärter Demokrat und stand wenn überhaupt der Sozialdemokratie nahe. 
Ich bin 1961 geboren und bin noch mit Darstellungen über Zigeuner groß geworden die sich in nichts vom dem unterscheiden was Herr Escher darstellt. Ich muss hierzu betonen, daß ich aus einem christlichen Elternhaus stamme und hinsichtlich Humanität und Nächsteliebe erzogen worden bin. Gleiches habe ich in der Schule erlebt. 

Reinhold Escher schrieb in seiner Zeit durch seine Zeit für seine Zeit. Und zumindest hier im Westen entsprach dieses Bild der Wahrnehmung der Menschen in den 50iger, 60iger und 70iger Jahren. Es wäre ihnen zu wünschen, wenn Sie zukünftig versuchen würden den Zeithintergrund mit in Ihre Überlegungen ein zu beziehen. Ansonsten können renommierte Verlage gleich Massen von Büchern aus vergangenen Jahrhunderten verbrennen. Aber ich denke in Deutschland sollten keine Bücher mehr verbrannt werden, sondern sich ernsthaft mit dem Phänomen Comic beschäftigt werden. Reinhold Escher ist in seiner Darstellung des Zigeuners gar nicht einmal soweit von der Darstellung des Zigeuners in Andre Franquins Comic &#8220;Der Zauberer von Rummelsdorf&#8220; entfernt. Vielleicht ist Ihnen dies nicht bewusst, vielleicht ist es Ihnen nicht aufgefallen, vielleicht kennen Sie auch den Comic nicht. 

Bei der Meckireihe handelt es sich um den Reprint eines zeitgenössischen Comics. Ein Comic mit einem hohen kulturellen Wert mit dessen Hilfe wir vieles lernen und erfahren können über die Verhältnisse und das Leben in den 50iger und 60iger Jahren. 
Esslinger hat sich mit der Veröffentlichung von Mecki sehr viel Mühe gegeben. Es ist heute durchaus nicht üblich eine Comicserie mit einem so ausführlichen Vorwort zu versehen wie wir dies im Jahrgangsband 1958 vorfinden. Dies nimmt Herr Pannor aber ebenfalls nicht zur Kenntnis, denn ansonsten hätte er folgenden Text lesen müssen: &#8222;Diese Meckausgabe enthält (bis auf 2 Folgen) alle Meckiabenteuer aus dem Jahr 1958. In diesem Jahr erschienen die Bildergeschichten erstmals durchgängig in Farbe. Die beiden Geschichten &#8222;Ein Fremder an Bord&#8220;, Nr. 29 sowie &#8222;Mecki bei Prinz Aladin&#8220;, Nr. 46 wurden aus Gründen der &#8222;political correnes bzw. aus reproduktionstechnischen Gründen nicht in den Sammelband mit aufgenommen.&#8220; Hier hätte sich Herr Pannor selber ein Bild machen müssen. Einmal davon abgesehen, welcher Comic Verlag außer Esslinger informiert seine Leser in einem solchen Zusammenhang wie Esslinger. 
Im nächsten Jahr wird es gleich 3 Ausstellungen über das Phänomen Mecki, u.a. vom Wilhelm Busch Museum in Buxtehude geben. Es ist an der Zeit das die mit und nach Mecki aufgewachsenen Lesern endlich ein Juwel der deutschen Comicliteratur endlich kennenlernen dürfen. Und vielleicht schreibt die Frankfurter Rundschau endlich einen sachlichen Artikel über Mecki.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es folgt ein Leserbrief an die Frankfurter Rundschau:</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>selten ist wohl eine Kritik zu einem neue gestarteten Comic so unsachlich ausgefallen wie die von  Stefan Pannor über die gerade im Esslinger Verlag gestartete Meckibuchreihe.</p>
<p>Jahrzehntelang haben Comic- und Meckifans auf die Veröffentlichung ihrer Kindheitserinnerungen gewartet oder nachgewachsene Leser sich einmal gewünscht selber die sagenhaften Meckicomics betrachten zu dürfen. Eine sehr komplizierte Rechtslage mit sehr vielen Erben der ehemals Beteiligten verhinderte bisher diese Edition.</p>
<p>Umso erstauner war ich über die Rezension ihres Autors Stefan Pannor. Stefan Pannor eifert dem Gonzojournalismus nach indem er die Kritik sehr oberflächig und polemisch anlegt. Von den drei im Buch enthaltenen Geschichten bespricht er gerade einmal eine, erweckt aber beim Leser den Eindruck, dass dies die einzige Geschichte in dem Band ist. Der ältere Leser merkt Herrn Pannor an, dass dieser erst 1975 geboren wurde und zudem mit einigen Begrifflichkeiten aus älterer Zeit nicht recht vertraut ist. Er bespricht Mecki, als ob dies eine x-beliebige Neuveröffentlichung wäre und nicht ein Comic der vor dem Hintergrund der 50iger Jahre entstanden ist. Mecki ist somit ein Zeitdokument, entstanden in seiner Zeit, durch seine Zeit und für seine Zeit. 1958 war es durchaus üblich &#8211; heute ebenbfalls &#8211; manche Menschen als Schofel zu bezeichnen. Pannor schreibt zu idesen Namen, den eine Figur der besagten Meckigeschichte trägt: \&#8221;Schofel heißt der, was im Jüdischen so viel wie schäbig, geizig, kleinlich bedeutet, und er hat dunkle Haut.\&#8221; Das ist soweit richtig, auf der anderen Seite verschweigt Pannor jedoch das dieser Begriff auf Umwegen über das Rotwelsche Eingang in die deutsche Umgangssprache nahm.</p>
<p>Ob Mosaik tatsächlich ein wesentlich moderner Comic wie Mecki war ist sicherlich ein Vergleich wert &#8211; nur belegt Herr Pannor dies überhaupt nicht. Aber oftmals können Jugenderinnerungen auch täuschen. </p>
<p>Weiterhin behauptet Herr Pannor das zwei Seiten selbst dem Verlag zu heiß gewesen wären um sie abzudrucken. Dies ist nicht der Fall. Die eine Seite betrifft eine Ankündigung für das Bilderbuch &#8222;Mecki bei Prinz Aladin. Diese Seite stört vom Grundsatz her den Lesefluss und es ist mehr als verständlich das Esslinger diese Seite nicht abdruckt. Gleiches praktizierte Dupuis übrigens bei der Veröffentlichung des Spirouabenteuers &#8222;Die Hütte im Urwald&#8220;.<br />
Von Jemanden wie Herrn Pannor, der in der Comicbranche tätig ist erwarte ich mir natürlich mehr Einsatz über ein Thema als von jemanden der gerade einmal einen Auftrag abliefern muss. Wir leben im Zeitalter des Internets, der gescannten Seiten und es wäre sicherlich leicht möglich gewesen diese Seiten von Esslinger zu Begutachtung zu bekommen.<br />
Ich bedauere dass die Frankfurter Rundschauf nicht die Gelegenheit genutzt hat ihrn  Mecki neutral sondern einseitig verzerrt darzustellen. In seinem Artikel unterstellt Ihr Autor das der Zeichner Reinold Escher in seinen Comics menschenverachtende Darstellungen den Lesern untergejubelt. Weiterhin erweckt er den Eindruck das Reinhold Escher für die Wehrmacht Bildergeschichten gezeichnet hat und dem Nationalsozialismus nahestand. Dies entspricht in keinster Weise der Realität. Reinold Escher war Zeit seines Lebens ein aufgeklärter Demokrat und stand wenn überhaupt der Sozialdemokratie nahe.<br />
Ich bin 1961 geboren und bin noch mit Darstellungen über Zigeuner groß geworden die sich in nichts vom dem unterscheiden was Herr Escher darstellt. Ich muss hierzu betonen, daß ich aus einem christlichen Elternhaus stamme und hinsichtlich Humanität und Nächsteliebe erzogen worden bin. Gleiches habe ich in der Schule erlebt. </p>
<p>Reinhold Escher schrieb in seiner Zeit durch seine Zeit für seine Zeit. Und zumindest hier im Westen entsprach dieses Bild der Wahrnehmung der Menschen in den 50iger, 60iger und 70iger Jahren. Es wäre ihnen zu wünschen, wenn Sie zukünftig versuchen würden den Zeithintergrund mit in Ihre Überlegungen ein zu beziehen. Ansonsten können renommierte Verlage gleich Massen von Büchern aus vergangenen Jahrhunderten verbrennen. Aber ich denke in Deutschland sollten keine Bücher mehr verbrannt werden, sondern sich ernsthaft mit dem Phänomen Comic beschäftigt werden. Reinhold Escher ist in seiner Darstellung des Zigeuners gar nicht einmal soweit von der Darstellung des Zigeuners in Andre Franquins Comic &#8220;Der Zauberer von Rummelsdorf&#8220; entfernt. Vielleicht ist Ihnen dies nicht bewusst, vielleicht ist es Ihnen nicht aufgefallen, vielleicht kennen Sie auch den Comic nicht. </p>
<p>Bei der Meckireihe handelt es sich um den Reprint eines zeitgenössischen Comics. Ein Comic mit einem hohen kulturellen Wert mit dessen Hilfe wir vieles lernen und erfahren können über die Verhältnisse und das Leben in den 50iger und 60iger Jahren.<br />
Esslinger hat sich mit der Veröffentlichung von Mecki sehr viel Mühe gegeben. Es ist heute durchaus nicht üblich eine Comicserie mit einem so ausführlichen Vorwort zu versehen wie wir dies im Jahrgangsband 1958 vorfinden. Dies nimmt Herr Pannor aber ebenfalls nicht zur Kenntnis, denn ansonsten hätte er folgenden Text lesen müssen: &#8222;Diese Meckausgabe enthält (bis auf 2 Folgen) alle Meckiabenteuer aus dem Jahr 1958. In diesem Jahr erschienen die Bildergeschichten erstmals durchgängig in Farbe. Die beiden Geschichten &#8222;Ein Fremder an Bord&#8220;, Nr. 29 sowie &#8222;Mecki bei Prinz Aladin&#8220;, Nr. 46 wurden aus Gründen der &#8222;political correnes bzw. aus reproduktionstechnischen Gründen nicht in den Sammelband mit aufgenommen.&#8220; Hier hätte sich Herr Pannor selber ein Bild machen müssen. Einmal davon abgesehen, welcher Comic Verlag außer Esslinger informiert seine Leser in einem solchen Zusammenhang wie Esslinger.<br />
Im nächsten Jahr wird es gleich 3 Ausstellungen über das Phänomen Mecki, u.a. vom Wilhelm Busch Museum in Buxtehude geben. Es ist an der Zeit das die mit und nach Mecki aufgewachsenen Lesern endlich ein Juwel der deutschen Comicliteratur endlich kennenlernen dürfen. Und vielleicht schreibt die Frankfurter Rundschau endlich einen sachlichen Artikel über Mecki.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jürgen</title>
		<link>http://www.pannor.de/?p=338#comment-2196</link>
		<dc:creator>Jürgen</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 21:37:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pannor.de/?p=338#comment-2196</guid>
		<description>Zur Herkunftsgeschichte und dem Gebrauch des Wortes Zigeuners empfehle ich die folgende Seite. Oftmals ist Differenzierung nötig wo Krawall veranstaltet wird. 

http://de.wikipedia.org/wiki/Zigeuner</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Herkunftsgeschichte und dem Gebrauch des Wortes Zigeuners empfehle ich die folgende Seite. Oftmals ist Differenzierung nötig wo Krawall veranstaltet wird. </p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zigeuner" rel="nofollow">http://de.wikipedia.org/wiki/Zigeuner</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Serano</title>
		<link>http://www.pannor.de/?p=338#comment-2191</link>
		<dc:creator>Serano</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 12:51:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pannor.de/?p=338#comment-2191</guid>
		<description>Ich möchte gerne ein Buch empfehlen von einem Heidelberger Kinderbuchautor Michail Krausnick, dass untermalt wird von Comiczeichungen des Künstlers Lukas Ruegenberg (übrigens Meisterschüler des Expressionisten Karl Schmidt Rottluff):

http://www.elses-geschichte.de/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte gerne ein Buch empfehlen von einem Heidelberger Kinderbuchautor Michail Krausnick, dass untermalt wird von Comiczeichungen des Künstlers Lukas Ruegenberg (übrigens Meisterschüler des Expressionisten Karl Schmidt Rottluff):</p>
<p><a href="http://www.elses-geschichte.de/" rel="nofollow">http://www.elses-geschichte.de/</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Serano</title>
		<link>http://www.pannor.de/?p=338#comment-2189</link>
		<dc:creator>Serano</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 12:20:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pannor.de/?p=338#comment-2189</guid>
		<description>Hallo Stefan, ich bin Dir für den Artikel in der Frankfurter Rundschau sehr dankbar. 

Ich habe versucht mit den Mitgliedern von Comicguide.net, über dieses Thema ins Gespräch zu kommen. Die Adminstratoren haben darauf hingewiesen, dass politische Themen nicht erwünscht sind. 

Antwort des Mitgliedes zaktuell: &quot;Ich denke auch -nach wie vor- dass die Foren-Regeln/FAQ mal diesbezüglich geändert werden sollten. Es hilft keinem, das Thema unter den Teppich zu kehren und Verantwortung für die Vergangenheit zu übernehmen, bedeutet eben auch und grade, sich ihr zu stellen und sie aufzuarbeiten. &#039;Verdrängung&#039; statt &#039;Bewältigung&#039; ist psychologisch in der &#039;Täter-Generation&#039; erklärlich, diese aber stirbt aus. In der Generation mit der &#039;Gnade der späten Geburt&#039; sollte aber ein offener Umgang mit dem Thema möglich sein und ist mMn auch Verpflichtung der nachfolgenden Generation. Soviel zum Grundsätzlichen&quot;.

Es gab von vielen Mitgliedern des Forums Zustimmungen, unter anderem auch vom Verlag Esslinger. 

Die Foreninhaber lehnten jede Diskussion hierüber energisch ab. 

Ich bin sehr überrascht, dass es plötzlich doch ein Thema für Comicguide.net geworden ist. So sehr anscheinend, dass Sie sich an einen Journalisten wenden und ihn bitten hierzu eine Gegendarstellung zu veröffentlichen. 

Der Esslinger Verlag hat auf die Kritik umgehend reagiert. Dieses verantwortungsbewusste Verhalten ist lobenswert. Hier geht es nicht um die Interessen von intoleranten Sammlern, sondern um die Erziehungspflicht von Kindern, die nicht mit stigmatisierenden Stereotypen konfrontiert werden sollen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Stefan, ich bin Dir für den Artikel in der Frankfurter Rundschau sehr dankbar. </p>
<p>Ich habe versucht mit den Mitgliedern von Comicguide.net, über dieses Thema ins Gespräch zu kommen. Die Adminstratoren haben darauf hingewiesen, dass politische Themen nicht erwünscht sind. </p>
<p>Antwort des Mitgliedes zaktuell: &#8220;Ich denke auch -nach wie vor- dass die Foren-Regeln/FAQ mal diesbezüglich geändert werden sollten. Es hilft keinem, das Thema unter den Teppich zu kehren und Verantwortung für die Vergangenheit zu übernehmen, bedeutet eben auch und grade, sich ihr zu stellen und sie aufzuarbeiten. &#8216;Verdrängung&#8217; statt &#8216;Bewältigung&#8217; ist psychologisch in der &#8216;Täter-Generation&#8217; erklärlich, diese aber stirbt aus. In der Generation mit der &#8216;Gnade der späten Geburt&#8217; sollte aber ein offener Umgang mit dem Thema möglich sein und ist mMn auch Verpflichtung der nachfolgenden Generation. Soviel zum Grundsätzlichen&#8221;.</p>
<p>Es gab von vielen Mitgliedern des Forums Zustimmungen, unter anderem auch vom Verlag Esslinger. </p>
<p>Die Foreninhaber lehnten jede Diskussion hierüber energisch ab. </p>
<p>Ich bin sehr überrascht, dass es plötzlich doch ein Thema für Comicguide.net geworden ist. So sehr anscheinend, dass Sie sich an einen Journalisten wenden und ihn bitten hierzu eine Gegendarstellung zu veröffentlichen. </p>
<p>Der Esslinger Verlag hat auf die Kritik umgehend reagiert. Dieses verantwortungsbewusste Verhalten ist lobenswert. Hier geht es nicht um die Interessen von intoleranten Sammlern, sondern um die Erziehungspflicht von Kindern, die nicht mit stigmatisierenden Stereotypen konfrontiert werden sollen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ICOM</title>
		<link>http://www.pannor.de/?p=338#comment-2183</link>
		<dc:creator>ICOM</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 00:00:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pannor.de/?p=338#comment-2183</guid>
		<description>Stefan, es gibt keine Vertreter der deutschen Comicszene (auch der ICOM würde das nie beanspruchen) und schon gar nicht sind es die Sammlerfreunde aus dem comicguide.net.
Im übrigen verliefen die Diskussionen über deine Artikel nicht ganz so einseitig, wie du und Andreas das schildern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Stefan, es gibt keine Vertreter der deutschen Comicszene (auch der ICOM würde das nie beanspruchen) und schon gar nicht sind es die Sammlerfreunde aus dem comicguide.net.<br />
Im übrigen verliefen die Diskussionen über deine Artikel nicht ganz so einseitig, wie du und Andreas das schildern.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jürgen Decker</title>
		<link>http://www.pannor.de/?p=338#comment-2180</link>
		<dc:creator>Jürgen Decker</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 22:10:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pannor.de/?p=338#comment-2180</guid>
		<description>Stefan, anscheinend hast du viel erlebt und nichts dazuglernt. Manchmal wäre es besser Kritik auf sich einwirken zu lassen als den Beleidigten zu spielen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Stefan, anscheinend hast du viel erlebt und nichts dazuglernt. Manchmal wäre es besser Kritik auf sich einwirken zu lassen als den Beleidigten zu spielen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
