Vorfreude ist (05): ‚Wasteland‘-Sonderheft zum Gratis-Comic-Tag
Posted by: Stefan, in Sonstiges… und schnell noch das andere Heft, das ich zum Gratis-Comic-Tag übersetzt und redaktionell betreut habe: Cover, Vorwort und drei Seiten für einen raschen Eindruck.
Auch dieses Heft wird es Samstag in allen deutschsprachigen Comicshops gratis geben. 😉

Irgendwo in Amerika.
100 Jahre nachdem die Welt verdorrte…
Gewaltige Wüsten erstrecken sich über den amerikanischen Kontinent. Eine rätselhafte Katastrophe hat einen Großteil der Menschen getötet und das, was wir als Zivilisation kennen, beinahe ausgerottet. Jetzt, drei Generationen später, leben die Menschen in den Ruinen dessen, was einmal war, oder in neugegründeten Städten und Dörfern. Religiöse Kulte haben sich breitgemacht. Gefährliche Mutanten hausen in den Wüsten.
Das ist der Ausgangspunkt von WASTELAND, der großen Endzeitsaga von Antony Johnston und Christopher Mitten. Anhand des umherirrenden „Ruinenflitzers“ Michael erzählt die Serie vom Leben in dieser neuen Welt. Michael, der seinen Unterhalt damit verdient, Menschen durch die Wüste zu führen, sucht die Ursache der gewaltigen Katastrophe – sie soll an einen mysteriösen Ort namens A-REE-YASS-I zu finden sein. Auf seiner Suche wird er neue Verbündete treffen, aber auch alte Feinde.
So wie den Sultan Ameer, einen der Händler in dieser neuen Welt. Mit ihren gewaltigen Karawanen ziehen diese Händler zwischen den weit auseinander liegenden Orten umher und bieten so neben den Ruinenflitzern die einzige Form der Kommunikation auf dem Kontinent.
„Heimkehr“ schildert die Ursache der Feindschaft zwischen Michael und Sultan Ameer. Der Comic spielt vor den Ereignissen in der eigentlichen Serie, kann also ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Wir begrüßen alle neuen WASTELAND-Leser mit diesem Heft in der gefährlichen Welt der weiten Wüsten, aber ebenso natürlich alle treuen Leser der bisher erschienenen Bände, denen wir hier ein exklusives Bonbon präsentieren.
Und jetzt viel Spaß am Ende der Welt!
Stefan Pannor/ Redaktion Modern Tales
Dass die Schlümpfe wieder da sind, ist sicher die schönste Nachricht des aktuellen Comicfrühlings. Viel zu lange gab es kein oder nur sehr vereinzelt neues Material mit den knuffigen blauen Gnomen, die – zu Recht! – zu den Klassikern der europäischen Comics gehören.


Weildarum (das schreibt sich wirklich so) ist eine der neueren Gründungen, ein Berliner Verlag mit aktuell drei Buchveröffentlichungen und einem Postkartenset. Die Bücher zeigen etwas vom Glanz und viel von der Grenze des Cartoongenres.
Wo weibliche Figuren im frankobelgischen Mainstream-Comic nicht nur zur Staffage dienen, da werden in der Regel ihre körperlichen Reize überbetont. (Während gleichzeitig die Darstellung von männlichen Figuren vom Überhelden bis zur Witzfigur variiert.) Erst seit den ehemals jungen Wild von L’Association, seit vor allem Marjanne Satrapi („Persepolis“), aber auch Trondheim und Sfar gibt es zumindest eine erkennbare Gegenbewegung zum alltäglichen Sexismus im frankobelgischen Comic.
Dass Comics übersetzen so schwer nicht sein könne, ist ein weit verbreitetes Gerücht. Tatsächlich ist es oft schwerer als jede Belletristik-Übersetzung: der Platz in der Sprechblase ist begrenzt und insbesondere Deutsch häufig eine furchtbar sperrige Sprache.
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