{"id":1470,"date":"2012-11-19T18:43:11","date_gmt":"2012-11-19T17:43:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pannor.de\/?p=1470"},"modified":"2012-11-19T18:43:11","modified_gmt":"2012-11-19T17:43:11","slug":"ganz-gesamt-drei-gesamtausgaben-im-schnelldurchlauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pannor.de\/?p=1470","title":{"rendered":"Ganz gesamt. Drei Gesamtausgaben im Schnelldurchlauf"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"twitterbutton\" style=\"display: block; text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/twitter.com\/share\" class=\"twitter-share-button\" data-count=\"horizontal\" data-text=\"Ganz gesamt. Drei Gesamtausgaben im Schnelldurchlauf\" data-via=\"\" data-url=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=1470\" data-lang=\"en\" data-related=\"DolcePixel:We make beautiful and sweet WordPress Themes\"><\/a><\/div><p><strong>Klassikernachverwertung hat Konjunktur. Ganz neu: &#8222;Lucky Luke&#8220; im Graphic-Novel-Format, die atemberaubende Wiederentdeckung von &#8222;Jerry Spring&#8220;. Und ein weiterer Band der &#8222;Minimenschen&#8220;, aber wo viel Licht ist, muss es halt auch Schatten geben.<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/i\/luckylukeedition.jpg\" alt=\"\" \/><!--more--><strong>Morris &#038; Goscinny<br \/>\nLucky Luke Edition<\/strong><\/p>\n<p>Ich weiss nicht, ob ich lachen oder schreien soll. Auf grade mal 100.000 Exemplare sei dieser Nachdruck \u00c3\u00a4lterer \u00e2\u20ac\u017eLucky Luke\u00e2\u20ac\u0153-Comics limitiert, schreibt der Verlag. Man solle sich beeilen, noch ein Exemplar zu bekommen.<\/p>\n<p>Von dieser hoffentlich unfreiwilligen Gro\u00c3\u0178kotzigkeit (die wenigsten Albenserien schaffen heutzutage \u00c3\u00bcberhaupt f\u00c3\u00bcnfstellige Verkaufszahlen, geschweige mehr) abgesehen ist die Edition freilich gro\u00c3\u0178artig.<\/p>\n<p>Die Alben &#8211; es sind immer zwei in einem Band, f\u00c3\u00bcnf B\u00c3\u00a4nde insgesamt &#8211; \u00c3\u00bcberstehen die Verkleinerung aufs Graphic-Novel-Format gro\u00c3\u0178artig. Die Auswahl ist stilsicher aus der mittleren Phase der Serie, als Rene Goscinny sattelfester Autor der Abenteuer war.<\/p>\n<p>Das sind die H\u00c3\u00b6hepunkte von Lucky Luke. Alle Figuren sind voll ausgeformt, alle Running gags an ihrem Platz. Es gibt keinen einzigen schw\u00c3\u00a4cheren Band in dieser Edition. So aufbereitet und in diesem Format k\u00c3\u00b6nnte ich mir locker auch alle \u00c3\u00bcbrigen B\u00c3\u00a4nde von Morris &#038; Goscinny vorstellen. Das h\u00c3\u00a4lt den Klassiker f\u00c3\u00bcr eine neue Lesergeneration fit. (Stefan Pannor)<\/p>\n<p><strong>Ehapa, 96 S. ; \u00e2\u201a\u00ac 9,99<\/strong><\/p>\n<p>+ + + + +<\/p>\n<p><strong>Jije<br \/>\nJerry Spring Gesamtausgabe 4<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/i\/jerryspring4.jpg\" alt=\"\" \/>Ja, zugegeben: es hat ein wenig gedauert, bis \u00e2\u20ac\u017eJerry Spring\u00e2\u20ac\u0153 bei mir gez\u00c3\u00bcndet hat. Das mag daran liegen, dass ich dem Leone- und Neo-Western n\u00c3\u00a4her stehe als dem Wayne-Western. Springs Abenteuer, in den F\u00c3\u00bcnfziger- und Sechzigerjahren entstanden, zudem f\u00c3\u00bcr ein Jugendmagazin, hat seine Quellen nat\u00c3\u00bcrlich im klassischen Hollywoodwestern.<\/p>\n<p>Was nicht nur f\u00c3\u00bcr eine sehr cleane Handlung sorgt (gestorben wird eher off-panel), sondern auch f\u00c3\u00bcr eine charakterliche schwarz-wei\u00c3\u0178-Zeichnung der Figuren.<\/p>\n<p>Zum anderen musste auch Jije sich erst warmlaufen. Tats\u00c3\u00a4chlich: die uninteressantesten Spring-Abenteuer sind die, in denen Jije einfach nur Westernklischees von bedrohten Siedlern, W\u00c3\u00bcstengoldsch\u00c3\u00a4tzen und Indianeraufst\u00c3\u00a4nden runternudelt.<\/p>\n<p>Aber wie gro\u00c3\u0178artig kann dieser Comic sein, wenn Jije das alles l\u00c3\u00a4\u00c3\u0178t! Wie im vierten Band. Die Handlung ist komplett egal. Worum es Jije vorrangig geht, ist die Inszenierung von Landschaften, Pferden Menschen.<\/p>\n<p>Das ist mit einem Wort atemberaubend. Im Mittelpunkt der fast v\u00c3\u00b6llig von Handlung befreiten \u00e2\u20ac\u017eBroncos von Montana\u00e2\u20ac\u0153 stehen atemberaubend sch\u00c3\u00b6ne, dramatische, mit brillantem Geschick inszenierte Tiersequenzen. \u00c3\u201ehnlich wie beim Gro\u00c3\u0178meister des realistischen Comics, Hal Foster, ist hier jedes Panel ein Bett zum Reinlegen, ein Traum des grafischen Erz\u00c3\u00a4hlens.<\/p>\n<p>Wie Jije hier s\u00c3\u00a4mtliche Grenzen des Jugendcomic hinter sich l\u00c3\u00a4\u00c3\u0178t zugunsten einer neoromantischen Landschaftstr\u00c3\u00a4umerei &#8211; das ist gro\u00c3\u0178artig, das mu\u00c3\u0178 man gesehen haben. (Stefan Pannor)<\/p>\n<p><strong>Ehapa Comic Collection, 232 S.; \u00e2\u201a\u00ac 29,95<\/strong><\/p>\n<p>+ + + + +<br \/>\n<strong><br \/>\nSeron<br \/>\nDie Minimenschen (Gesamtausgabe 13)<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/i\/minimenschen13.jpg\" alt=\"\" \/>Mit diesem, vielleicht schon dem dem vorherigen Band der Gesamtausgabe ist man bei dem angekommen, was sich wohl Serons Sp\u00c3\u00a4twerk nennen l\u00c3\u00a4sst.<\/p>\n<p>Tats\u00c3\u00a4chlich werden die Geschichten visuell weniger experimentell. Was nicht heisst, dass Seron ganz auf Experimente verzichtet. Die drei Alben in diesem Band enthalten u.a. einige Ausfl\u00c3\u00bcge im Panel-im-Panel-Erz\u00c3\u00a4hlen und, selten genug im frankobelgischen Comic, doppelseitig angelegte Bildreihen.<\/p>\n<p>Auff\u00c3\u00a4llig ist auch Serons R\u00c3\u00bccknahme bei politisch-sozialen Themen. Vorherige Alben kamen immer mal ein wenig mit dem Holzhammer. Im vorliegenden Band gibt es ein wenig Spott \u00c3\u00bcber Milit\u00c3\u00a4rs und Rednecks, aber das h\u00c3\u00a4lt sich in Grenzen.<\/p>\n<p>Macht&#8217;s das besser? Naja.<\/p>\n<p>Immer noch hat Seron nicht nur massive Probleme, begonnene Geschichten auch ordentlich aufzudr\u00c3\u00b6seln. Sondern die Geschichten selbst wirken weiterhin konstruiert, m\u00c3\u00bchsam von ein wenig Metahumor getragen. Und seine plumpe Art der Frauendarstellung (Frauen sind bei Seron entweder Zicken oder Matronen) ist weiterhn schwer zu verdauen &#8211; grade f\u00c3\u00bcr einen Comic aus den Neunzigerjahren.<\/p>\n<p>So gesehen bleibt also alles beim alten: optisch schick, aber nur mit einer ordentlichen Portion Toleranz f\u00c3\u00bcr die Macken des Autors zu lesen.<br \/>\n<strong><br \/>\nEhapa Comic Collection, 152 S.; \u00e2\u201a\u00ac 29,95<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/6974de8510004c07bf8250b524a7ae0f\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"wp-flattr-button\"><a class=\"FlattrButton\" style=\"display:none;\" href=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=1470\" title=\" Ganz gesamt. Drei Gesamtausgaben im Schnelldurchlauf\" rev=\"flattr;uid:LNMUHR;language:de_DE;category:text;tags:Jije,Lucky Luke,Minimenschen,Seron,blog;button:compact;\">Klassikernachverwertung hat Konjunktur. Ganz neu: &#8222;Lucky Luke&#8220; im Graphic-Novel-Format, die atemberaubende Wiederentdeckung von &#8222;Jerry Spring&#8220;. Und ein weiterer Band der &#8222;Minimenschen&#8220;, aber wo viel Licht ist, muss es halt auch...<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klassikernachverwertung hat Konjunktur. Ganz neu: &#8222;Lucky Luke&#8220; im Graphic-Novel-Format, die atemberaubende Wiederentdeckung von &#8222;Jerry Spring&#8220;. Und ein weiterer Band der &#8222;Minimenschen&#8220;, aber wo viel Licht ist, muss es halt auch Schatten geben. Klassikernachverwertung hat Konjunktur. Ganz neu: &#8222;Lucky Luke&#8220; im Graphic-Novel-Format, die atemberaubende Wiederentdeckung von &#8222;Jerry Spring&#8220;. Und ein weiterer Band der &#8222;Minimenschen&#8220;, aber wo [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8],"tags":[205,131,207,206],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pannor.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1470"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pannor.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pannor.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pannor.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pannor.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1470"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.pannor.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1470\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1473,"href":"https:\/\/www.pannor.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1470\/revisions\/1473"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pannor.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1470"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pannor.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1470"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pannor.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1470"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}