{"id":2016,"date":"2014-03-08T18:52:20","date_gmt":"2014-03-08T17:52:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pannor.de\/?p=2016"},"modified":"2014-03-08T18:53:05","modified_gmt":"2014-03-08T17:53:05","slug":"texte-fur-comix-02","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pannor.de\/?p=2016","title":{"rendered":"Texte f\u00c3\u00bcr COMIX (02)"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"twitterbutton\" style=\"display: block; text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/twitter.com\/share\" class=\"twitter-share-button\" data-count=\"horizontal\" data-text=\"Texte f\u00c3\u00bcr COMIX (02)\" data-via=\"\" data-url=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=2016\" data-lang=\"en\" data-related=\"DolcePixel:We make beautiful and sweet WordPress Themes\"><\/a><\/div><p><strong>Unregelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig habe ich in den letzten zwei Jahren Kurzrezensionen f\u00c3\u00bcrs COMIX verfasst. Nicht alle sind erschienen (aber alle wurden bezahlt) &#8211; darum kurz und schmerzlos hier das Komplettset in zwei Teilen. <\/p>\n<p>Teil 2 mit UPGRADE, Simpsons, Schwarwel, Peanuts, David Cantolla und Kerascoet.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><strong>Graupner\/ W\u00c3\u00bcstefeld<br \/>\nDas Upgrade<\/strong><\/p>\n<p>Asterix, Ausrei\u00c3\u0178er, California Dreaming, DDR-Geburtstag, Dresden-Gorbitz, E-Mails, gelbe Gummim\u00c3\u00a4ntel, Hannes-Hegen-Hommage, Homo-Ehe, \u00e2\u20ac\u017eHonegger\u00e2\u20ac\u0153, Mexiko, Mayas, Soundpixel, Surfrock, Stasioffizierinnen (sexy), Schnee, Teleportation, Tenochtitlan, Zeitreisen, Zeltlager. Das alles ist drin im zweiten Band vom \u00e2\u20ac\u017eUpgrade\u00e2\u20ac\u0153, Sascha W\u00c3\u00bcstefelds und Ulf Graupners arschkomischem, aber handlungstechnisch wom\u00c3\u00b6glich etwas unaufger\u00c3\u00a4umtem multidimensionalen Mindfuck. F\u00c3\u00bcr den ersten Band gabs den Goldenen Gartenzwerg und den ICOM-Independent-Preis. F\u00c3\u00bcr den zweiten Band h\u00c3\u00a4tte ich mir eine Putzfrau mit Ploterfahrung gew\u00c3\u00bcnscht, die das Surfrock-Ostblock-Chaos mal etwas aufr\u00c3\u00a4umt. Jedenfalls w\u00c3\u00bcsste ich gern vor meinem 40. Geburtstag (der sogenannte \u00e2\u20ac\u017eRepublikgeburtstag\u00e2\u20ac\u0153, har har), worum es in der Serie eigentlich geht. \u00e2\u20ac\u017eYeah Yeah Yeah\u00e2\u20ac\u0153 (Erich Honecker). (48 S., \u00e2\u201a\u00ac 9,90) <\/p>\n<p>+ + + + +<\/p>\n<p><strong>\u00e2\u20ac\u017eBart Simpsons Kumpel Milhouse\u00e2\u20ac\u0153<\/strong><\/p>\n<p>Das muss schlimmer sein als vor der Schule das Essensgeld abgekn\u00c3\u00b6pft zu kriegen: nur der Kumpel zu sein, der statt einer eigenen Serie blo\u00c3\u0178 einen One-Shot kriegt. Tats\u00c3\u00a4chlich ein One-Shot-Wonder, denn so hei\u00c3\u0178t die Reihe in den USA: \u00e2\u20ac\u017eBart Simpsons Kumpel Milhouse\u00e2\u20ac\u0153 ist das zweite von insgesamt sechs Heften zu, na sagen wir mal, Haupt-Nebenfiguren der \u00e2\u20ac\u017eSimpsons\u00e2\u20ac\u0153. Nicht alles Loser: auch Maggie und Mister Burns bekommen ein Miniabenteuer spendiert. Skurriler H\u00c3\u00b6hepunkt: das Frank-Frink-Heft mit passend zum wirren Wissenschaftler 3-D-Brillen-Gimmick (jedenfalls in der US-Ausgabe). Seltsam: Homer Simpson kriegt als \u00e2\u20ac\u017eLi&#8217;l Homer\u00e2\u20ac\u0153 ein Jugendabenteuer auf den Leib erz\u00c3\u00a4hlt (als h\u00c3\u00a4tte man das nicht in der Hauptserie machen k\u00c3\u00b6nnen). Wer fehlt: Marge Simpson, die damit als einzige Kernfigur der Serie in f\u00c3\u00bcnfundzwanzig Jahren kein eigenes Comicheft hatte. Sergio Aragones und Gail Simone haben an der Reihe mitgewirkt, was hei\u00c3\u0178t: das kann man gut lesen.<\/p>\n<p>+ + + + +<\/p>\n<p><strong>Schwarwel<br \/>\nSchweinevogel Total-O-Rama 2<\/strong><\/p>\n<p>Immer noch keine Herrenjahre: \u00e2\u20ac\u017eDie Lehrjahre\u00e2\u20ac\u0153 hei\u00c3\u0178t der zweite Band der gesammelten Schweinevogel-Comicstrips, -Comichefte, &#8211; Scribbles, &#8211; Karikaturen -Storyboards und Hastenichgesehen des Leipziger Comiczeichners Schwarwel im Untertitel. Ein gewaltiger Output, an die siebenhundert Seiten, in gut f\u00c3\u00bcnf Jahren praktisch neben der eigentlichen Arbeit aus Trickfilmmachen und Werbegrafik und Graphicnovelzeichnen (\u00e2\u20ac\u017eSeelenfresser\u00e2\u20ac\u0153, aktuell zwei B\u00c3\u00a4nde) aus dem Leib gezeichnet. Dass da nicht alles sitzt, ist klar, dass manche Pointen keine sind, auch. Zwischen anarchischen Hegen-Hommagen und Strips f\u00c3\u00bcr die Leipziger Verkehrsbetriebe gibt es viel Gold zu entdecken und viel Schund. Ob wirklich jeder auf dem Studioboden noch rumliegende Strich zur Figur des Schweinevogels reingemusst h\u00c3\u00a4tte, dar\u00c3\u00bcber kann man streiten. So prallvoll wie es jetzt steht, repr\u00c3\u00a4sentiert dieser Handgelenkkiller von einem Buch auf jeden Fall ein ehrliches und grundsympathisches kreatives Chaos. <\/p>\n<p>+ + + + +<\/p>\n<p><strong>Nat Gertler<br \/>\nDie Peanuts-Schatztruhe<\/strong><\/p>\n<p>Da wird der kleine Junge ganz gro\u00c3\u0178 \u00e2\u20ac\u201c oder war&#8217;s andersrum? \u00e2\u20ac\u017eDie Peanuts-Schatztruhe\u00e2\u20ac\u0153 ist, obwohl man das Buch auch so lesen kann, kein Sachbuch zur Geschichte von Schultz&#8216; Strip. Daf\u00c3\u00bcr sind die Texte dann doch etwas zu beliebig. Nein, das ist ein Entdeckerbuch, das vor allem die selten ausgeleuchteten Ecken des Strips betrachtet. Fotos \u00c3\u00bcber Fotos zu Merchandise, Storybooks f\u00c3\u00bcr Trickfilme, Briefe an und von Schultz, letztere oft liebevoll illustriert. Besondere H\u00c3\u00b6hepunkte sind die gut dreissig Einleger: ganze oder auszugsweise Reprints von Malb\u00c3\u00bcchern, Kochb\u00c3\u00bcchern, beigelegte Filmstills, gro\u00c3\u0178formatige Drucke&#8230; es lohnt sich jede Seite genau durchzupfriemeln, ob da nicht doch noch irgendwo ein Kleinod verborgen ist. Ein tolles Buch zum Angucken, mit viel rarem Artwork, f\u00c3\u00bcr den Peanuts-Fan, der sonst schon alles hat. <\/p>\n<p>+ + + +<\/p>\n<p><strong>David Cantolla\/ Juan D\u00c3\u00adaz-Faes<br \/>\nScheitern als Erfolg \u00e2\u20ac\u201c Kung-Fu f\u00c3\u00bcr Unternehmer<\/strong><\/p>\n<p>Vom Million\u00c3\u00a4r zum Tellerw\u00c3\u00a4scher und wieder zur\u00c3\u00bcck. Wir h\u00c3\u00b6ren die Geschichte gern, weil sie uns den Glauben gibt, dass jeder Zustand im Leben nur tempor\u00c3\u00a4r ist. David Cantollas Aufstieg und Fall und Aufstieg als Internet-Pionier und anschlie\u00c3\u0178end TV-Produzent (\u00e2\u20ac\u017ePocoyo\u00e2\u20ac\u0153) ist exemplarisch f\u00c3\u00bcr die beliebte These, dass man alles schaffen kann, wenn man nur an sich glaubt. Hier pr\u00c3\u00a4sentiert wird die wahre  Geschichte in winzigen Br\u00c3\u00b6ckchen und \u00e2\u20ac\u017eMemento\u00e2\u20ac\u0153-artig r\u00c3\u00bcckw\u00c3\u00a4rts, durchbrochen von einigen m\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig n\u00c3\u00bctzlichen Ratschl\u00c3\u00a4gen f\u00c3\u00bcr erfolgreiches Busine\u00c3\u0178. Der R\u00c3\u00bcckblick auf das Platzen der Dotcom-Blase 2001, das Schuld an Cantollas Pleite hat, wirkt verbl\u00c3\u00bcffend historisch, lange her, weit weg \u00e2\u20ac\u201c es sind erst zw\u00c3\u00b6lf Jahre. Selbstkritik liegt Cantolla fern: nat\u00c3\u00bcrlich sind immer die anderen schuld. Als es spannend wird, als Cantolla ganz unten ist, bricht die Geschichte ab und blendet erst wieder ein, als er wieder Erfolg hat. Ja, wie nun? (Egmont Graphic Novel, 280 S.; \u00e2\u201a\u00ac 24,99)<\/p>\n<p>+ + + + +<\/p>\n<p><strong>Kerascoet &#038; Hubert<br \/>\nSch\u00c3\u00b6nheit<\/strong><\/p>\n<p>Welch hinrei\u00c3\u0178endes Cover \u00e2\u20ac\u201c und schon das ist eine L\u00c3\u00bcge: Morue (frz. f. Stockfisch) ist die grauste aller M\u00c3\u00a4use. Weil ihr eine Fee die F\u00c3\u00a4higkeit gab, dennoch hinrei\u00c3\u0178end zu erscheinen, st\u00c3\u00bcrzen im Kampf um ihre Gunst K\u00c3\u00b6nigreiche und werden Armen abgeschlachtet. Faszinierende Fabel \u00c3\u00bcber Schein und Sein, Lug und Trug, das charmant mit den Mitteln des Comics spielt. Nat\u00c3\u00bcrlich ist Morue nur dann sch\u00c3\u00b6n, wenn andere (vor allem M\u00c3\u00a4nner) sie sehen, nicht wenn sie ganz bei sich ist. Der Leser bekommt abwechselnd zwei Frauen gezeigt, die eigentlich eine sind, elegant mit nur minimalen Unterschieden ganz verschieden gezeichnet. So sch\u00c3\u00b6n die Graphik ist, \u00c3\u00bcberschlagen sich vor allem im Mittelteil die Ereignisse leider so sehr, dass der Leser nur noch verwundert zuschauen kann \u00e2\u20ac\u201c etwas mehr Volumen h\u00c3\u00a4tte der schwarzhumorigen, gleichzeitig lyrischen Betrachtung \u00c3\u00bcber Sch\u00c3\u00b6nheit, Wahn, Macht und Wahrheit gut getan. (Reprodukt, 152 S.; \u00e2\u201a\u00ac 36,00)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=2013\"><strong>&#8212;> ZUR\u00c3\u0153CK ZU TEIL 1.<\/strong><\/a><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/af589d7b63704a3aacc7b5ab94460ceb\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"wp-flattr-button\"><a class=\"FlattrButton\" style=\"display:none;\" href=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=2016\" title=\" Texte f\u00c3\u00bcr COMIX (02)\" rev=\"flattr;uid:LNMUHR;language:de_DE;category:text;tags:Graphic Novel,Graupner,Hubert,Kerascoet,Mosaik,Panini,Peanuts,Pocoyo,Reprodukt,Sch\u00c3\u00b6nheit,Schwarwel,Simpsons,Upgrade,W\u00c3\u00bcstefeld,blog;button:compact;\">Unregelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig habe ich in den letzten zwei Jahren Kurzrezensionen f\u00c3\u00bcrs COMIX verfasst. 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