{"id":2127,"date":"2014-06-04T01:04:09","date_gmt":"2014-06-04T00:04:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pannor.de\/?p=2127"},"modified":"2014-06-04T01:11:28","modified_gmt":"2014-06-04T00:11:28","slug":"ralf-konig-04-das-interview-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pannor.de\/?p=2127","title":{"rendered":"Ralf K\u00c3\u00b6nig (04): Das Interview, Teil 2"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"twitterbutton\" style=\"display: block; text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/twitter.com\/share\" class=\"twitter-share-button\" data-count=\"horizontal\" data-text=\"Ralf K\u00c3\u00b6nig (04): Das Interview, Teil 2\" data-via=\"\" data-url=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=2127\" data-lang=\"en\" data-related=\"DolcePixel:We make beautiful and sweet WordPress Themes\"><\/a><\/div><p><strong>In diesem Monat wird Ralf K\u00c3\u00b6nig in Erlangen den Max-&#038;-Moritz-Preis f\u00c3\u00bcr sein Lebenswerk erhalten. Einerseits berechtigt, andererseits zu fr\u00c3\u00bch, ist es Anla\u00c3\u0178, nein, Gelegenheit, sich ein wenig mit dem Zeichner und seinem Werk zu besch\u00c3\u00a4ftigen. Zum Finale ein zwar schon zehn Jahre altes, bis dato aber unver\u00c3\u00b6ffentlichtes Interview in zwei Teilen.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>[Disclaimer: Dieses Interview entstand 2004 f\u00c3\u00bcr SPIEGEL-Online, wo es in stark gek\u00c3\u00bcrzter Fassung erschien. In der hier vorliegenden, dreimal so umfangreichen Langfassung, ist es bis dato unver\u00c3\u00b6ffentlicht. Es ist in vieler Hinsicht gnadenlos veraltet und sollte eher als Momentaufnahme einer vergangenen Zeit gelesen werden, nicht als Bestandsaufnahme. SP]<\/p>\n<p><strong>SO: Wurde denn von dir verlang \u00e2\u20ac\u017eMach uns mal \u00e2\u20ac\u0161ne sch\u00c3\u00b6ne tuckige Geschichte!\u00e2\u20ac\u0153?<\/strong><\/p>\n<p>K\u00c3\u00b6nig: N\u00c3\u00b6. Bei \u00e2\u20ac\u017eWie die Karnickel\u00e2\u20ac\u0153 habe ich denen vorher gesagt, was ich nicht will. Die waren zwar etwas ratlos, aber im Endeffekt hat auch keiner mehr danach gefragt. Das ist eben die Situation: als wenn Schwule zu zwei Dritteln oder drei Viertel tuntig w\u00c3\u00a4ren. Das ist ja \u00c3\u00bcberhaupt nicht wahr! Das ist doch ein v\u00c3\u00b6lliges Zerrbild. Und deswegen \u00c3\u00a4rgert mich auch immer wieder, dass dieses Zerrbild ins Fernsehen und ins Kino und sonst wohin gebracht wird, einfach nur um zu zeigen \u00e2\u20ac\u017eJa, so sind die Schwulen. Das die allermeisten Schwulen v\u00c3\u00b6llig normale M\u00c3\u00a4nner sind, das wird einfach nicht zur Kenntnis genommen. Das finde ich langsam Zeit. Wir sind nicht mehr in den 70ern.<\/p>\n<p><strong>SO: Das Klischee der Kampflesbe ist ja genau so zementiert.<\/strong><\/p>\n<p>K\u00c3\u00b6nig: Das mag sein, aber da musst du jetzt \u00e2\u20ac\u0161ne Lesbe fragen. Auch die Kampflesbe gibt es, genau so wie die schwule Tunte. Ich will das ja gar nicht verneinen. Ich \u00c3\u00a4rger mich nur \u00c3\u00bcber die Gewichtung, die das in den Medien hat. Ich \u00c3\u00a4rger mich \u00c3\u00bcber Bully und \u00c3\u00bcber diese Iglo-Werbung. Oder \u00e2\u20ac\u017eBewegte M\u00c3\u00a4nner\u00e2\u20ac\u0153 \u00e2\u20ac\u201c ganz schlimm. Da meinen auch noch Leute, dass ich damit zu tun h\u00c3\u00a4tte. Wenn ich das einschalte und sehe die da rumschwuppen mit ihren doofen Spr\u00c3\u00bcchen, da krieg ich das Kotzen.<\/p>\n<p><strong>SO: Es werden von dir eher die burlesken Stoffe verfilmt. Sind deine anderen Werke nicht verfilmbar?<\/strong><\/p>\n<p>K\u00c3\u00b6nig: Ich wei\u00c3\u0178 nicht, wie die Filmemacher ticken. Ich bin da auch ein bisschen dr\u00c3\u00bcber. Mit dem Produkt habe ich am Ende nie was zu tun. Auch mit \u00e2\u20ac\u017eLysistrata\u00e2\u20ac\u0153 nicht. Ich mache meine Comics. Daf\u00c3\u00bcr halte ich gerne den Kopf hin, wenn\u00e2\u20ac\u2122s schief geht. Aber wenn einer einen Film macht&#8230; ich zappe und irgendwo l\u00c3\u00a4uft \u00e2\u20ac\u017eDer Bewegte Mann\u00e2\u20ac\u0153. Das ist wie ein Fremdk\u00c3\u00b6rper f\u00c3\u00bcr mich. Ich kann mir auch vorstellen, dass ein Buch wie \u00e2\u20ac\u017eSuper Paradise\u00e2\u20ac\u0153 vom Thema her viel zu speziell ist. Tragischen Stoffen werden halt als schwierig angesehen. Und dann ist das auch noch schwul.<\/p>\n<p><strong>SO: Wie stark ber\u00c3\u00bchren dich die Verfilmungen deiner Werke?<\/strong><\/p>\n<p>K\u00c3\u00b6nig: Bis jetzt tat es meistens weh. Letztlich muss ja der Regisseur den Kopf daf\u00c3\u00bcr hinhalten. Andererseits habe ich nat\u00c3\u00bcrlich eine Vision davon, wie alles aussehen k\u00c3\u00b6nnte. Und wenn das immer so zielstrebig daneben geht, dann hat man irgendwann auch den Frust, klar.<br \/>\n<strong><br \/>\nSO: Du hast ja schon das letzte Wort, wenn es darum geht, die Rechte zu verkaufen, oder?<\/strong><\/p>\n<p>K\u00c3\u00b6nig: Da hat man aber nicht viel von. Meistens sitzt ein Regisseur vor dir, der strahlt dich voller Unternehmungslust an, und dem glaub\u00e2\u20ac\u2122 ich dann, dass er gute Ideen hat. Meistens liegt es auch nicht am Regisseur, dass was schief geht. Das liegt an all den Nasen, die ihm mit reinreden. Geldgeber, Produzenten, sogar die Verleiher bestimmen mit, wie ein Film aussehen muss. Was soll denn dabei \u00c3\u00bcbrig bleiben?<\/p>\n<p><strong>SO: Die UCI hat sich geweigert, \u00e2\u20ac\u017eLysistrata\u00e2\u20ac\u0153 vorab zu bewerben.<\/strong><\/p>\n<p>K\u00c3\u00b6nig: Denen ging es um diesen Marmorpimmel auf dem Plakat. Das kann ich echt nicht ernst nehmen. Da mag ich nicht mal einen Skandal draus machen. Es ist absolut jenseitig, dieses Plakat als \u00e2\u20ac\u017esozialethisch desorientierend\u00e2\u20ac\u0153 zu bezeichnen. Dann m\u00c3\u00bcsste jeder Spaziergang auf den Tr\u00c3\u00bcmmern von Dellos, wo die ganzen antiken Steinpimmel sind, die Kiddies desorientieren.<br \/>\n<strong><br \/>\nSO: In der Formulierung ist es fast identisch mit dem Indizierungsantrag f\u00c3\u00bcr \u00e2\u20ac\u017eBullenkl\u00c3\u00b6ten\u00e2\u20ac\u0153 1994.<\/strong><\/p>\n<p>K\u00c3\u00b6nig: Das kommt ja auch immer aus der gleichen Ecke. Irgendwer nimmt immer Ansto\u00c3\u0178. Aber ich finde das so unwichtig. Solange das nicht wie bei \u00e2\u20ac\u017eBullenkl\u00c3\u00b6ten\u00e2\u20ac\u0153 dazu f\u00c3\u00bchrt, dass Polizisten in die L\u00c3\u00a4den st\u00c3\u00bcrmen und B\u00c3\u00bccher beschlagnahmen. Das war echt ein Skandal. Aber UCI ist nur eine Kinokette, und irgendjemand da findet das Plakat doof. Gut, dann soll er es nicht hinh\u00c3\u00a4ngen. Diese Leute diskreditieren sich eher selbst.<\/p>\n<p><strong>SO: Du wirst in deinen Comics auch immer recht gallig, wenn es um die Schwulenszene geht. Hast du ein gespaltenes Verh\u00c3\u00a4ltnis dazu?<\/strong><\/p>\n<p>K\u00c3\u00b6nig: Das kann man so sagen! Aber das ist ja auch erlaubt. Ich wehre mich sehr dagegen, alles toll zu finden, nur weil es schwul ist. Dieses \u00e2\u20ac\u017eWir sind alle eine Famile\u00e2\u20ac\u0153-Getue finde ich bescheuert. Vieles in der Schwulenszene langweilt mich.Ich bin jetzt Mitte 40 und hab\u00e2\u20ac\u2122 schon mit 19 in der Szene rum getanzt. Da sind so viele Sachen, die sich einfach nicht ver\u00c3\u00a4ndern. Und alles wird so wichtig genommen wird und in den Himmel gehoben, nur weil\u00e2\u20ac\u2122s schwul ist. Auch diese ganzen Events, wenn alle gleich aussehen und sich gegenseitig geil finden. Da steh ich nur am Rande und denke mir, es gibt doch nichts langweiligeres, als wenn alle Leute gleich aussehen! Ich reagier dann grad auf den, der in der Ecke steht, Turnschuhe und ein bisschen l\u00c3\u00a4ngere Haare hat. Den find ich dann geil, aber nicht diese ganzen t\u00c3\u00a4towierten Muskelkl\u00c3\u00b6pse und Glatzen&#8230;<br \/>\n<strong><br \/>\nSO: Du hast sogar einen schwulenfeindlichen Hund kreiert &#8230;<\/strong><\/p>\n<p>K\u00c3\u00b6nig: Genau! Letztlich ist das ein kleiner unangenehmer heterosexueller Kl\u00c3\u00a4ffer. Aber auch dem leg ich hin und wieder mal eine Sprechblase in den Mund, die sehr aus meinem Herzen kommt. (lacht) Das ist auch ein bisschen sinniges Geschimpfe. Ich finde Humor, der sich zu sehr anpasst, einfach langweilig. <\/p>\n<p><strong>SO: Wie stark sind die autobiographischen Elemente in deinen Comics?<\/strong><\/p>\n<p>K\u00c3\u00b6nig: Sicher ein St\u00c3\u00bcck weit. Aber nicht eins zu eins. Jeder Autor, der irgendwas nicht allzu abwegiges schreibt, hat auch autobiographisches in seinen Sachen. Du kannst bei mir etwa Konrad nehmen, oder du kannst Paul nehmen. Und ich kann sagen, in beiden Figuren ist sicher ganz viel von mir drin. Aber ich bin deswegen nicht Paul und ich bin auch nicht Konrad.<\/p>\n<p><strong>SO: Es gab in den letzten Jahren verst\u00c3\u00a4rkt autobiographische Comics aus Deutschland. Liest du so was?<\/strong><\/p>\n<p>K\u00c3\u00b6nig: Ich habe Mawil gelesen. Aber letztlich interessiere ich mich nicht so sehr f\u00c3\u00bcr Comics. Irgendwann verlor ich das Interesse, als es \u00c3\u00bcberall tolle Zeichner gab, aber ganz wenig tolle Geschichten. Ich war auch als Kind nicht so der Comicleser. Das war f\u00c3\u00bcr mich eine sch\u00c3\u00b6ne Art, Geschichten zu erz\u00c3\u00a4hlen, mehr nicht. Manchmal bin ich aber erstaunt, was es inzwischen alles gibt. \u00e2\u20ac\u017eBlankets\u00e2\u20ac\u0153 etwa fand ich sehr sch\u00c3\u00b6n. Ich glaube auch, dass es irgendwann mehr dicke Comicb\u00c3\u00bccher gibt, in denen man mal eben drei Stunden versinken kann. Dieses Albenformat hat sich glaub\u00e2\u20ac\u2122 ich ein bisschen \u00c3\u00bcberholt.<\/p>\n<p><strong>SO: Du warst in Deutschland einer der ersten, der sich an l\u00c3\u00a4ngere Formate getraut hat.<\/strong><\/p>\n<p>K\u00c3\u00b6nig: Wobei ich das damals gar nicht wahrgenommen habe. Ich hatte mich bei Rowohlt mit meinen Kurzgeschichten beworben, und die baten mich, mal was Langes zu machen. Das war dann \u00e2\u20ac\u017eDer bewegte Mann\u00e2\u20ac\u0153. Manche sagen dazu \u00e2\u20ac\u017eComicromane\u00e2\u20ac\u0153. Das lass ich mir gern gefallen. Man braucht eine ganz andere Puste daf\u00c3\u00bcr. Da muss man \u00c3\u00bcber mehrere Monate den Begeisterungspegel hochhalten k\u00c3\u00b6nnen.<\/p>\n<p><strong>SO: Was reizt dich als K\u00c3\u00bcnstler an dem Medium Comic?<\/strong><\/p>\n<p>K\u00c3\u00b6nig: Das man schnell erz\u00c3\u00a4hlen kann. Noch schneller kann ich nur erz\u00c3\u00a4hlen, wenn ich ein Drehbuch schreibe. Dann sitze ich am Computer und hack einfach die Dialoge rein. Ich mag es einfach, Geschichten zu erz\u00c3\u00a4hlen, ohne so viel beschreiben zu m\u00c3\u00bcssen. Ich beschreibe mit der Zeichnung. Und das f\u00c3\u00a4llt mir im lauf der Jahre wirklich ziemlich leicht. Au\u00c3\u0178er bei Autos und Fahrr\u00c3\u00a4dern. <\/p>\n<p><strong>SO: Du ver\u00c3\u00b6ffentlichst seit 25 Jahren Comics. F\u00c3\u00bchlst du dich manchmal als Comicveteran?<\/strong><\/p>\n<p>K\u00c3\u00b6nig: Das macht mich ganz fertig, wenn du so was fragst. Du erwischst mich grad in der Mid-Life-Krise. Ich hab mir das aber auch nie so bewusst gemacht. Mit dem Walter Moers zusammen bin ich damals gestartet. Walter hat inzwischen das Pferd gewechselt und macht seine Fantasy-Romane. Auch bei mir, nehme ich an, wird in n\u00c3\u00a4chster Zeit so ein Dreh kommen. Ich werde kein Buch schreiben. Aber die Inhalte k\u00c3\u00b6nnen sich \u00c3\u00a4ndern. Ich habe wenig Lust, in f\u00c3\u00bcnfzehn Jahren immer noch Geschichten zu machen \u00c3\u00bcber kleine knollennasige M\u00c3\u00a4nnchen, die ganz viel rumficken. Das ist ja in meinem Leben auch nicht so. Bedauerlicherweise. Schei\u00c3\u0178e! (lacht) Ich will nicht!<\/p>\n<p><strong>SO: In welche Richtung k\u00c3\u00b6nnte diese Entwicklung gehen?<\/strong><\/p>\n<p>K\u00c3\u00b6nig: Ich hab ja vorhin \u00e2\u20ac\u017eBlankets\u00e2\u20ac\u0153 erw\u00c3\u00a4hnt. Erst konnte ich so gar nichts damit anfangen, weil es so wahnsinnig ruhig ist. Es w\u00c3\u00a4re auch nicht mein Ding, so viel zu zeichnen. Die ganzen Landschaften und dann vor allem die Schneeflocken \u00c3\u00bcber vier Seiten. Aber wenn ich mal rate, wo es hingeht, dann vielleicht eher in die Richtung, was ich mit \u00e2\u20ac\u017eSuper-Paradise\u00e2\u20ac\u0153 gemacht hab. Sehr viel mehr auch mal das Tragische im leben zu benennen. Nicht immer nur auf den Witz aus zu sein. Das liegt auch mehr in meiner Natur. Ich bin ja \u00c3\u00bcberhaupt nicht der Witzbold. Ich bin Westfahle. Dieser rheinl\u00c3\u00a4ndische Humor in K\u00c3\u00b6ln, der ist mir auch eher fremd. Wenn ich schei\u00c3\u0178e drauf bin, und das bin ich \u00c3\u00b6fter mal, grade im Winter, dann finde ich auch f\u00c3\u00bcr diese Stimmung wenig Ventil. Das ist schlecht. Da denke ich werde ich mir was einfallen lassen, dass ich auch so ein bisschen Melancholie in die Geschichten rein bringe.<\/p>\n<p><strong>SO: \u00e2\u20ac\u017eRalf K\u00c3\u00b6nigs Schwarze Gedanken\u00e2\u20ac\u0153?<\/strong><\/p>\n<p>K\u00c3\u00b6nig: Och, die waren ja eher makaber. Das habe ich nicht so drauf. Melancholie ist eher das richtige Wort. Manchmal geht\u00e2\u20ac\u2122s mir so auf den Sack, dass ich versuchen muss, in jeder Sprechblase am besten drei Lacher zu haben. Die Geister, die ich rief, dieser Pointenstress.<\/p>\n<p><strong>SO: Denkst du, die Leser erwarten diese Pointenhaftigkeit von dir?<\/strong><\/p>\n<p>K\u00c3\u00b6nig: Ich wei\u00c3\u0178 nicht, was die Leser erwarten. Vielleicht ist das mein eigenes Ding, dass ich das von mir selber erwarte. Weil ich das auch so lange durchgezogen hab. Und auch, weil die Zeichnungen das verlangen. Die Zeichnungen an sich sind ja sehr komisch, auch wenn da nur zwei Leute auf dem Sofa sitzen und sich unterhalten, wirkt das schon komisch. Ich wei\u00c3\u0178 nicht, wie das wirkt, wenn ich da \u00c3\u00bcber \u00e2\u20ac\u0161ne lange Strecke ein ernstes Gespr\u00c3\u00a4ch bringen w\u00c3\u00bcrde.<\/p>\n<p><strong>SO: Du bringst sehr viel Gef\u00c3\u00bchl in deine Figuren rein.<\/strong><\/p>\n<p>K\u00c3\u00b6nig: Ich bin Woody-Allen-Fan. Ich gehe meistens in Filme, die ein wenig tragikomisch sind. Das ber\u00c3\u00bchrt mich auch. Deswegen ber\u00c3\u00bchrt mich Bully zum Beispiel nicht. Wo alles nur Klamauk ist. Aber wenn da ein Charakter ist, der traurig sein kann, dann finde ich das interessant. Und so versuche ich das auch mit meinen Figuren zu machen. Um nicht so eindimensional zu sein. Daran krankt ja auch oft der Comic. Dass das alles oft so witzig ist. \u00e2\u20ac\u017eSuper-Paradise\u00e2\u20ac\u0153 war ja so ein Beispiel. Ich wollte eigentlich zwei B\u00c3\u00bccher machen. Ein Buch \u00c3\u00bcber Paul im Urlaub, Paul und Sex und so, was man halt so kennt. Gleichzeitig hatte ich auf dem Tisch, durch dieses traumatische Erlebnis, dass mir ein Freund weggestorben ist, irgendwas zu dem Thema zu machen. AIDS und Sterben und so was. Das eine klappte nicht, das andere auch nicht. Und irgendwann kriegte ich dann mit, das muss zusammen gehen. Das muss ein Buch sein. Ich hab schon den Anspruch, dass das eine Wirklichkeit abbilden soll, was ich da mache. Dazu geh\u00c3\u00b6rt auch das Tragische.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/4d0a9d631aa6498085e847665a337923\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p><strong>Ralf K\u00c3\u00b6nig:<\/strong><\/p>\n<li><a href=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=2118\">01: Der fr\u00c3\u00bche K\u00c3\u00b6nig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=2121\">02: Raumstation Sehnsucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=2124\">03: Das Interview, Teil 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=2127\">04: Das Interview, Teil 2<\/a><\/li>\n<p class=\"wp-flattr-button\"><a class=\"FlattrButton\" style=\"display:none;\" href=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=2127\" title=\" Ralf K\u00c3\u00b6nig (04): Das Interview, Teil 2\" rev=\"flattr;uid:LNMUHR;language:de_DE;category:text;tags:Ralf K\u00c3\u00b6nig,blog;button:compact;\">In diesem Monat wird Ralf K\u00c3\u00b6nig in Erlangen den Max-&#038;-Moritz-Preis f\u00c3\u00bcr sein Lebenswerk erhalten. 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