{"id":25,"date":"2007-03-28T14:59:41","date_gmt":"2007-03-28T13:59:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pannor.de\/?p=25"},"modified":"2007-03-28T15:00:20","modified_gmt":"2007-03-28T14:00:20","slug":"frisch-erschienen-pandora-science-fiction-fantasy-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pannor.de\/?p=25","title":{"rendered":"Frisch erschienen: &#8222;Pandora Science Fiction &#038; Fantasy&#8220; 1"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"twitterbutton\" style=\"display: block; text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/twitter.com\/share\" class=\"twitter-share-button\" data-count=\"horizontal\" data-text=\"Frisch erschienen: &#8222;Pandora Science Fiction &#038; Fantasy&#8220; 1\" data-via=\"\" data-url=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=25\" data-lang=\"en\" data-related=\"DolcePixel:We make beautiful and sweet WordPress Themes\"><\/a><\/div><p>Sehr gefreut habe ich mich \u00c3\u00bcber dieses Magazin, das mir Herausgeber Hannes Riffel schon auf der Leipziger Buchmesse kurz zeigte und das kurz danach auch in meinem Postkasten lag &#8211; als Belegexemplar nat\u00c3\u00bcrlich. Der Band enth\u00c3\u00a4lt auf 13 Seiten die Kurzgeschichte <em>&#8222;Erste Person &#8211; Gegenwart&#8220;<\/em> von <em>Daryl Gregory<\/em>, die von mir \u00c3\u00bcbersetzt wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/pandora.corneredchicken.com\/contenido\/cms\/upload\/bilder\/Pandora_1_gro.jpg\" title=\"Pandora 1\" alt=\"Pandora 1\" width=\"200\" \/><br \/>\n<em>Pandora<\/em> widmet sich auf 256 gebundenen Seiten im Gro\u00c3\u0178format der anspruchsvollen Science Fiction &amp; Fantasy bzw. der anspruchsvollen Auseinandersetzung mit eben diesen Gebieten. Leider vorerst beschr\u00c3\u00a4nkt auf Literatur, so dass Comics und Filme wohl in absehbarer Zukunft keine Rolle spielen werden.<\/p>\n<p>Dennoch schliesst der Verlag mit diesem mutigen Projekt, einer Mischung aus Kurzgeschichten, Novellen, Essays und Rezensionen, eine (f\u00c3\u00bcr mich zumindest) schmerzliche L\u00c3\u00bccke auf dem hiesigen Markt f\u00c3\u00bcr phantastische Literatur.<\/p>\n<p><em>Pandora<\/em> legt Wert auf literarische und intellektuelle Qualit\u00c3\u00a4t und hat auch keine Angst. anzuecken oder den leser zu fordern &#8211; gro\u00c3\u0178artig! Enthalten sind im ersten Band Texte von Tad Williams, Ursula LeGuin, J.G. Ballard, Michael Moorcock, Boris Strugatzki und anderen.<\/p>\n<p><em>Pandora<\/em> kostet 14,90 \u00e2\u201a\u00ac und kann <a href=\"http:\/\/pandora.corneredchicken.com\/contenido\/cms\/front_content.php?idcat=3\">direkt beim Verlag<\/a> bestellt werden oder z.B. <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Pandora-Hannes-Riffel\/dp\/3926126698\/ref=sr_11_1\/302-4006966-8493605?ie=UTF8&amp;qid=1175089618&amp;sr=11-1\">versandkostenfrei via Amazon<\/a>. Ausserdem kann es \u00c3\u00bcber den regul\u00c3\u00a4ren Buchhandel geordert werden &#8211; die ISBN ist 978-3926126696.<\/p>\n<p>Im folgenden als Anreisser der Anfang der von mir \u00c3\u00bcbersetzten Geschichte &#8211; in der unlektorierten Fassung direkt von meinem PC. Alle m\u00c3\u00b6glichen Fehler wurden von Hannes Riffel herauslektoriert und finden sich nicht mehr im gedruckten Werk &#8211; versprochen!<\/p>\n<blockquote><p><strong>Daryl Gregory<br \/>\nZweite Person Gegenwart<\/strong><\/p>\n<p>Wenn ihr denkt: &#8222;Ich atme&#8220;, so ist das &#8222;Ich&#8220; ein Zusatz. Es gibt kein Du, das &#8222;Ich&#8220; sagen k\u00c3\u00b6nnte. Was wir Ich nennen, ist nichts als eine Dreht\u00c3\u00bcr, die sich bewegt, wenn wir ein- und ausatmen.<br \/>\n\u00e2\u20ac\u201dShunryu Suzuki<\/p>\n<p>Ich hielt das Gehirn f\u00c3\u00bcr das wichtigste Organ im K\u00c3\u00b6rper, bis mir klar wurde, wer mir das eingab.<br \/>\n\u00e2\u20ac\u201dEmo Phillips<\/p>\n<p>Als ich das B\u00c3\u00bcro betrete, lehnt Dr. S am Schreibtisch und redet eindringlich mit den Eltern des toten M\u00c3\u00a4dchens. Er ist nicht froh, aber als er aufschaut, legt er ein L\u00c3\u00a4cheln f\u00c3\u00bcr mich auf. &#8222;Und hier ist sie&#8220;, sagt er, wie ein Spielshow-Moderator, der den grossen Preis enth\u00c3\u00bcllt. Die Leute in den Sesseln drehen sich um, und Dr. Subramaniam gibt mir einen pers\u00c3\u00b6nlichen, ermutigenden Wink.<br \/>\nDer Vater f\u00c3\u00a4llt mir zuerst auf, ein fleckiger, quadratgesichtiger Mann mit einem straffen Bauch, den er wie einen Baseball tr\u00c3\u00a4gt. Wie bei unseren vorherigen Besuchen blickt er nahezu finster, darum bem\u00c3\u00bcht, seinen Gesichtsausdruck seinen Gef\u00c3\u00bchlen anzupassen. Die Mutter dagegen ist schon am Weinen, und in ihrem Gesicht stehen wie in einem Buch: Freude, Angst, Hoffnung, Erleichterung. Es ist viel zu \u00c3\u00bcbertrieben.<br \/>\n&#8222;Oh, Therese,&#8220; sagt sie. &#8222;Kommst du nun nach Hause?&#8220;<br \/>\nIhre Tochter hiess Therese. Sie starb vor zwei Jahren an einer \u00c3\u0153berdosis, und seitdem kamen Mitch und Alice Klass dutzende Male ins Krankenhaus, auf der Suche nach ihr. Sie wollen unbedingt, dass ich ihre Tochter bin, und deshalb bin ich es in ihren K\u00c3\u00b6pfen schon.<br \/>\nMeine Hand ist noch auf der T\u00c3\u00bcrklinke. &#8222;Habe ich eine Wahl?&#8220; Auf dem Papier bin ich erst siebzehn. Ich habe kein Geld, keine Kreditkarten, keinen Job, kein Auto. Mir geh\u00c3\u00b6ren nur ein paar Kleidungsst\u00c3\u00bccke. Und Robierto, der st\u00c3\u00a4mmigste Pfleger vom ganzen Trakt, steht hinter mir im Flur und verhindert meine Flucht.<br \/>\nThereses Mutter scheint f\u00c3\u00bcr einen Moment den Atem anzuhalten. Sie ist eine d\u00c3\u00bcnne, schmalknochige Frau, die gross wirkt, bis sie neben einem steht. Mitch hebt seine Hand hin zu ihrer Schulter, aber l\u00c3\u00a4sst sie dann wieder fallen.<br \/>\nWie immer, wenn Alice und Mitch zu Besuch sind, f\u00c3\u00bchle ich mich, als w\u00c3\u00a4re ich mitten in eine Soap Opera gestolpert und keiner hat mir meinen Text gegeben. Ich schaue direkt zu Dr. S, und sein Gesicht ist in seinem professionellen L\u00c3\u00a4cheln erstarrt. Mehrmals w\u00c3\u00a4hrend der letzten Jahre hat er sie \u00c3\u00bcberzeugt, mich l\u00c3\u00a4nger hier bleiben zu lassen, aber jetzt h\u00c3\u00b6ren sie nicht mehr auf ihn. Sie sind meine legalen Vorm\u00c3\u00bcnder, und sie haben Andere Pl\u00c3\u00a4ne. Dr. S wendet seinen Blick von mir ab und reibt seinen Nasenfl\u00c3\u00bcgel.<br \/>\n&#8222;Das dachte ich mir&#8220;, sage ich.<br \/>\nDer Vater runzelt die Stirn. Die Mutter bricht in frische Tr\u00c3\u00a4nen aus, und sie weint w\u00c3\u00a4hrend des ganzen Wegs aus dem Geb\u00c3\u00a4ude. Dr. Subramaniam sieht vom Eingang aus zu wie wir wegfahren, seine H\u00c3\u00a4nde in seinen Taschen. Ich war noch nie in meinem Leben so w\u00c3\u00bctend auf ihn \u00e2\u20ac\u201c die ganzen zwei Jahre nicht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Weiterlesen im Buch &#8211; Seiten 106 &#8211; 118, mit zwei Illustrationen von Rebecca Conrad.<\/p>\n<p class=\"wp-flattr-button\"><a class=\"FlattrButton\" style=\"display:none;\" href=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=25\" title=\" Frisch erschienen: &#8222;Pandora Science Fiction &#038; Fantasy&#8220; 1\" rev=\"flattr;uid:LNMUHR;language:de_DE;category:text;tags:blog;button:compact;\">Sehr gefreut habe ich mich \u00c3\u00bcber dieses Magazin, das mir Herausgeber Hannes Riffel schon auf der Leipziger Buchmesse kurz zeigte und das kurz danach auch in meinem Postkasten lag &#8211;...<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr gefreut habe ich mich \u00c3\u00bcber dieses Magazin, das mir Herausgeber Hannes Riffel schon auf der Leipziger Buchmesse kurz zeigte und das kurz danach auch in meinem Postkasten lag &#8211; als Belegexemplar nat\u00c3\u00bcrlich. 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