{"id":388,"date":"2009-12-12T14:32:34","date_gmt":"2009-12-12T13:32:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pannor.de\/?p=388"},"modified":"2009-12-12T14:32:34","modified_gmt":"2009-12-12T13:32:34","slug":"aktuelle-comicrezension-136-1985-von-mark-millar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pannor.de\/?p=388","title":{"rendered":"Aktuelle Comicrezension (136): &#8218;1985&#8216; von Mark Millar"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"twitterbutton\" style=\"display: block; text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/twitter.com\/share\" class=\"twitter-share-button\" data-count=\"horizontal\" data-text=\"Aktuelle Comicrezension (136): &#8218;1985&#8216; von Mark Millar\" data-via=\"\" data-url=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=388\" data-lang=\"en\" data-related=\"DolcePixel:We make beautiful and sweet WordPress Themes\"><\/a><\/div><p>Etwas in Eile, der n\u00c3\u00a4chste Weihnachtseinkauf naht &#8230; mal wieder etwas Superheldiges: Meta-Fiktion von Mark Millar, der als Autor eine verbl\u00c3\u00bcffend hohe Ausfallquote zwischen seinen Meisterwerken hat.<\/p>\n<p>Bei der Comic Combo <a href=\"http:\/\/www.comic-combo-leipzig.de\/forum\/wbb2\/thread.php?threadid=490\">findet sich der Text hier<\/a>.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Mark Millar\/ Tommy Lee Edwards<br \/>\n1985<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.comic-combo-leipzig.de\/_dev\/xtc\/images\/product_images\/popup_images\/33093_0.jpg\" width=\"222\" \/>Das goldene Zeitalter der Science Fiction, so sagt man, sei 14. Das l\u00c3\u00a4\u00c3\u0178t sich ohne gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178ere Probleme auch auf Superhelden-Comics \u00c3\u00bcbertragen. Sich als Teenager f\u00c3\u00bcr die eskapistischen Spandex-Soaps zu begeistern, ist durchaus normal. Mit 28 immer noch in einer Traumwelt voll bunter Kost\u00c3\u00bcmchen zu hausen und nur gelegentlich in die Realit\u00c3\u00a4t vorzudringen, mindestens seltsam.<\/p>\n<p>In diesem Spannungsfeld, wie ein und die selbe Sache an zwei verschiedenen Punkten eines Lebens so absolut verschieden sein kann, hockt auch der Junge Toby Goodman. F\u00c3\u00bcr ihn ist es absolut nichts Ungew\u00c3\u00b6hnliches, dass sein geschiedener Vater mit ihm in den Comicshop geht und in einer mit Actionfiguren und Merchandising vollgestopften Bruchbude haust. Goodman sen. ist ein Kind, das nie erwachsen werden wollte: mehr als dreissig Jahre alt, hockt er immer noch in einer mit Actinfiguren und Merchandising vollgestopften Bruchbude. F\u00c3\u00bcr Toby ist er damit ein Idol. Seine Frau l\u00c3\u00a4\u00c3\u0178t ihn deshalb sitzen.<\/p>\n<p>Wie man eine Geschichte \u00c3\u00bcber Jungs und Comics und den Lauf der Zeit clever aufbaut, hat Jonathan Lethem mit seinem epochalen und verst\u00c3\u00b6renden Roman \u00e2\u20ac\u017eFestung der Einsamkeit\u00e2\u20ac\u0153 bewiesen. Mark Millar (\u00e2\u20ac\u017eWanted\u00e2\u20ac\u0153, \u00e2\u20ac\u017eCivil War\u00e2\u20ac\u0153) aber will gar nicht weiter st\u00c3\u00b6ren. \u00e2\u20ac\u017e1985\u00e2\u20ac\u0153 (der Titel ist ein Querverweis auf das Ver\u00c3\u00b6ffentlichungsjahr von Marvels allererstem Gro\u00c3\u0178crossover \u00e2\u20ac\u017eSecret War\u00e2\u20ac\u0153) ist kein Blick in die Abgr\u00c3\u00bcnde der Traummaschine Marvel.<\/p>\n<p>So nimmt die Geschichte ihren vorhersehbaren Gang: Marvel-Superschurken, die ja von allen nur f\u00c3\u00bcr Comicfiguren gehalten werden, \u00c3\u00bcberfallen durch ein Dimensionsportal die Welt, in der Toby und sein Vater leben. Der Einbruch des Knallbunten in die wirkliche Welt wird zu einem interdimensionalen Parforceritt, in dem Toby und Papa die Erde retten, weil nat\u00c3\u00bcrlich nur sie wissen, wie man Magneto, Galactus, den Skrull und all die anderen besiegt.<\/p>\n<p>Das sind romantisch-heoisierende Fanboyfantasien, deren H\u00c3\u00b6hepunkt das jeweilige Vordringen beider Goodmans in die irreale Marvel-Welt ist. Da, so sagen schon Tommy Lee Edwards Zeichnungen, ist sowieso alles viel bunter und netter. Die wirkliche Welt dagegen ist, na klar, \u00c3\u00b6de und trist, voller ungeliebter Stiefv\u00c3\u00a4ter und Comich\u00c3\u00a4ndler, die alle fiese Abzocker sind.<\/p>\n<p>Romantik mit dem Holzhammer. H\u00c3\u00b6hepunkt der Intertextualit\u00c3\u00a4t ist hier, dass dieser Comic ebenso wie der \u00e2\u20ac\u017eSecret War\u00e2\u20ac\u0153 letztlich eine gigantische Klopperei gut gegen B\u00c3\u00b6se ist. Wer da wohl gewinnt? Man muss 14 sein, um sich diese Frage zu stellen. (stefan pannor)<\/p>\n<p>Panini Comics, 160 S.; \u00e2\u201a\u00ac 16,95<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"wp-flattr-button\"><a class=\"FlattrButton\" style=\"display:none;\" href=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=388\" title=\" Aktuelle Comicrezension (136): &#8218;1985&#8216; von Mark Millar\" rev=\"flattr;uid:LNMUHR;language:de_DE;category:text;tags:blog;button:compact;\">Etwas in Eile, der n\u00c3\u00a4chste Weihnachtseinkauf naht &#8230; mal wieder etwas Superheldiges: Meta-Fiktion von Mark Millar, der als Autor eine verbl\u00c3\u00bcffend hohe Ausfallquote zwischen seinen Meisterwerken hat. Bei der Comic...<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Etwas in Eile, der n\u00c3\u00a4chste Weihnachtseinkauf naht &#8230; mal wieder etwas Superheldiges: Meta-Fiktion von Mark Millar, der als Autor eine verbl\u00c3\u00bcffend hohe Ausfallquote zwischen seinen Meisterwerken hat. Bei der Comic Combo findet sich der Text hier. 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