{"id":408,"date":"2010-02-03T21:19:39","date_gmt":"2010-02-03T20:19:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pannor.de\/?p=408"},"modified":"2010-02-03T21:20:27","modified_gmt":"2010-02-03T20:20:27","slug":"war-sonst-noch-was-die-gifticks-hero-squared","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pannor.de\/?p=408","title":{"rendered":"War sonst noch was? &#8211; Die Gifticks, Hero Squared"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"twitterbutton\" style=\"display: block; text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/twitter.com\/share\" class=\"twitter-share-button\" data-count=\"horizontal\" data-text=\"War sonst noch was? &#8211; Die Gifticks, Hero Squared\" data-via=\"\" data-url=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=408\" data-lang=\"en\" data-related=\"DolcePixel:We make beautiful and sweet WordPress Themes\"><\/a><\/div><blockquote><p><strong>Deliege\/ Piroton<br \/>\nDie Gifticks<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/i\/gifticks.jpg\" width=\"200\" \/>Was war das eigentlich damals mit Rolf Kauka und den ganzen Winzfiguren in seinen Comicheften? Neben den <em>Schl\u00c3\u00bcmpfen<\/em> erschienen in <em>Fix &amp; Foxi<\/em> und den zahlreichen Ablegerprodukten noch regelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig die <em>Minimenschen<\/em>, die nur unschwer als Schl\u00c3\u00bcmpfe-Rip-Off konzipierten <em>7 Schnuckel<\/em> und die <em>Gifticks<\/em>. Allesamt gnomenhafte Gestalten von jeweils kaum handspannenhoher Gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178e. <\/p>\n<p>War es einfach nur eine Vorliebe f\u00c3\u00bcr winzige Figuren, oder zeigte sich darin ein David-Komplex des im Vergleich zu den Disney-Comicheften kommerziell und imagem\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig stets Zweiten Rolf Kauka?<\/p>\n<p>Nachdem die <em>Minimenschen<\/em> <a href=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=252\">bereits seit geraumer Zeit eine sauber durchkonzipierte Comic-Gesamtverwertung erfahren<\/a>, schlie\u00c3\u0178en sich die Gifticks an. Der r\u00c3\u00bchrige Mirko Piredda, ehemaliger <em>Zack<\/em>-Chefredakteur und seit geraumer Zeit Betreiber seines eigenen Albenverlages, ver\u00c3\u00b6ffentlicht s\u00c3\u00a4mtliche Comicgeschichten der in den siebziger Jahren von Paul Deliege und Arthur Piroton kreierten Figuren neu. Viel Material ist es nicht nicht &#8211; drei B\u00c3\u00a4nde \u00c3\u00a1 112 Seiten decken alles ab.Es sind Comics aus Zeiten, in denen man M\u00c3\u00a4nner noch daran erkannte, dass sie wie Schlote rauchten und Frauen daran, dass sie dumme Fragen stellten, in denen Kinder noch im Wald spielten und man Sachen sagte wie &#8222;Potzteufel&#8220;. Kurz: es sind Geschichten aus einer gem\u00c3\u00bctvolleren Zeit und sie haben seither ordentlich Staub und Patina angelegt. Deshalb vermag die Ruppigkeit der dereinst wohl als Anti-Schl\u00c3\u00bcmpfe konzipierten Gifticks auch nur noch bedingt zu begeistern. Ja, sicher, sie spielen mit Messern und Pistolen, planen die Weltherrschaft an sich zu rei\u00c3\u0178en (Denkst du das Gleiche, was ich gerade denke, Pinky?) und \u00c3\u00bcberhaupt steckt kein Funken Sympathie f\u00c3\u00bcr irgendetwas an ihnen.<\/p>\n<p>Im damaligen Kontext der Comic-Knuddel-Figuren mag diese radikale Abkehr von jeglicher Liebensw\u00c3\u00bcrdigkeit und Herzigkeit faszinierend gewirkt haben. Aus heutiger Sicht kommen die Geschichten beh\u00c3\u00a4big daher, wirken die Figuren bla\u00c3\u0178 (zumal sich deliege mit sich selbst nicht ganz einig zu sein scheint, was seine drei Gnome nun alles k\u00c3\u00b6nnen und wollen, und was nicht) und die Bedrohung durch sie konstruiert. In der Tat haben es die um einiges biedereren Schl\u00c3\u00bcmpfe aufgrund h\u00c3\u00a4ufig hintergr\u00c3\u00bcndigen Humors sehr viel besser geschafft, ihren Charme und ihre Frische zu bewahren.<\/p>\n<p>So bleibt ein Viertel-Klassiker, nicht ganz uninteressant, aber auch nie wirklich mitrei\u00c3\u0178end. (112 S.; \u00e2\u201a\u00ac 27,50)<\/p><\/blockquote>\n<p>Mehr zu Mirko Pireddas Comics <a href=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=289\">hier<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=295\">hier<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=322\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=401\">hier<\/a>. Eine Leseprobe zu den Gifticks <a href=\"http:\/\/www.piredda-verlag.de\/index.php?cat=c6_Gifticks.html\">auf der Seite des Verlages<\/a>.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Giffen\/ DeMatteis\/ Watson<br \/>\nHero Squared<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/i\/herosquared.jpg\" \/>Unter den wenigen nennenswerten Superhelden-Comics der Neunzigerjahre wird stets die Interpretation der <em>Justice League<\/em> von Keith Giffen und Jean-Marc DeMatteis herausragen: eine herrliche Serie \u00c3\u00bcber drittklassiger Helden, die mehr damit besch\u00c3\u00a4ftigt waren, sich gegenseitig vollzutexten als vertragsgem\u00c3\u00a4\u00c3\u0178 die Welt zu rennen. Es war der vielleicht erfolgreichste Ausflug der Superhelden-Comics in das Genre der Screwball-Comedy, und es dauerte f\u00c3\u00bcnf ganze Jahre und rund hundert Hefte, ehe DC den Stecker zog.<\/p>\n<p>War damals alles erz\u00c3\u00a4hlt? Seither gab es immerhin zwei kurze Wiederbelebungsversuche des damaligen Erfolgsrezeptes, und ein dritter steckt in den Startl\u00c3\u00b6chern. Und auch <em>Hero Squared <\/em>scheint nicht viel anderes als eine Resteverwertung damaliger Ideen. Mit einem Unterschied: wo DC als gro\u00c3\u0178er Verlag damals noch ein paar respektable Zeichner hat springen la\u00c3\u0178en, m\u00c3\u00bcssen sich die Autoren beim Kleinverlag Boom! f\u00c3\u00bcr <em>Hero Squared<\/em> mit dem begn\u00c3\u00bcgen, was \u00c3\u00bcbrig bleibt. Das war schon bei den ersten zehn oder so Heften der eher m\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig talentierte Joe Abraham, der sich dann auch noch selber inken mu\u00c3\u0178te. F\u00c3\u00bcr die abschlie\u00c3\u0178ende Trilogie wurde ein No-Name-Zeichner namens Nathan Watson engagiert, der seinen Vorg\u00c3\u00a4nger nochmal ordentlich untertrifft und die eigentlich ganz nette Serie um einen Filmfreak und dessen Doppelg\u00c3\u00a4nger aus einem anderen Universum, der in Wirklichkeit ein Superheld ist, eher unw\u00c3\u00bcrdig zu Ende bringt.<\/p>\n<p>Aber an Watson allein liegt es nicht. Das Garn mit den interdimensionalen Verwicklunge ist abgespult und die Aufl\u00c3\u00b6sung der Geschichte nur noch das n\u00c3\u00b6tige Aufr\u00c3\u00a4umen. Wie zwei Wonder Boys spulen Giffen und Matteis hier nochmal ein paar ihrer alten Dialog-Kunstst\u00c3\u00bcckchen runter, mit Figuren, die zum Teil verbl\u00c3\u00bcffend jenen \u00c3\u00a4hneln, die sie damals f\u00c3\u00bcr die Justice League geschrieben haben. Und wie jede Reunionen, und wenn sie noch so gegl\u00c3\u00bcckt ist, haftet auch dieser etwas Tragisches an: so gut wie fr\u00c3\u00bcher wird&#8217;s nie wieder.<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"wp-flattr-button\"><a class=\"FlattrButton\" style=\"display:none;\" href=\"https:\/\/www.pannor.de\/?p=408\" title=\" War sonst noch was? &#8211; Die Gifticks, Hero Squared\" rev=\"flattr;uid:LNMUHR;language:de_DE;category:text;tags:blog;button:compact;\">Deliege\/ Piroton Die Gifticks Was war das eigentlich damals mit Rolf Kauka und den ganzen Winzfiguren in seinen Comicheften? Neben den Schl\u00c3\u00bcmpfen erschienen in Fix &amp; Foxi und den zahlreichen...<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deliege\/ Piroton Die Gifticks Was war das eigentlich damals mit Rolf Kauka und den ganzen Winzfiguren in seinen Comicheften? 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