Der erste Nachruf des Jahres. Als Journalist neigt man ja zu einem gewissen Zynismus, denn irgendwie ist das komisch: man darf sich seinen Gefühlen nicht überlassen, bis man den Nachruf fertig hat. Man muss sachlich bleiben, oder wenigstens fair, und auf jeden Fall gut. Für den Moment des Schreibens wird der Tod des Menschen zur Story, erst danach darf man Gefühle an sich heranlassen. So entstehen dicke Häute … die man sich dann nach Fertigstellung des Nachrufes wieder versucht dünnzuschmirgeln.

Dieser Nachruf entstand für SPIEGEL-Online.

DISNEY-ZEICHNER JOHNSTON
Der Mann, der Bambis Mutter auf dem Gewissen hat

Von Stefan Pannor

JohnstonIn Walt Disneys legendärem Zeichentrick-Team war er der Mann für die großen Gefühle, die tragischen Szenen: Ollie Johnston zeichnete und animierte die großen Klassiker des Genres, von „Schneewittchen“ über „Dschungelbuch“ bis zu „Cap und Capper“. Ein Nachruf.

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