Aktuelle Comicrezension (158): ‚Die Sandkorntheore‘
Posted by: Stefan, in JournalistischesFrancois Schuiten/ Benoit Peeters
Die Sandkorntheorie
Die Comics aus dem Zyklus der „Geheimnisvollen Städte“ zählten schon immer zu den rätselhaftesten Erzählungen überhaupt. Nahezu jeder Band handelt von irrationalen, selten auch nur versuchsweise erklärten Ereignissen in einer meist vollkommen rationalen Welt. Das und der extrem kalkulierte, unterkühlte Strich der Geschichten (neben dem sich Hergé mit seiner „ligne claire“ wie ein wilder Revoluzzer ausnimmt), der in vollkommenem Kontrast zur Irrationalität der Ereignisse steht, machen die Geschichten um obskure Städte, fantastische Stadtplaner und durchgeknallte Städtebauer zu einem schwer kategorisierbaren (und damit auch schwer verkäuflichen) Titel. Oder kurz: diese Comics sind so originell und originär, dass es schlicht keine Schublade für sie gibt. Der Kunde aber braucht seine Schubladen.
Die Comics aus dem Zyklus der „Geheimnisvollen Städte“ zählten schon immer zu den rätselhaftesten Erzählungen überhaupt. Nahezu jeder Band handelt von irrationalen, selten auch nur versuchsweise erklärten Ereignissen in einer meist vollkommen rationalen Welt. Das und der extrem kalkulierte, unterkühlte Strich der Geschichten (neben dem sich Hergé mit seiner „ligne claire“ wie ein wilder Revoluzzer ausnimmt), der in vollkommenem Kontrast zur Irrationalität der Ereignisse steht, machen die Geschichten um obskure Städte, fantastische Stadtplaner und durchgeknallte Städtebauer zu einem schwer kategorisierbaren (und damit auch schwer verkäuflichen) Titel. Oder kurz: diese Comics sind so originell und originär, dass es schlicht keine Schublade für sie gibt. Der Kunde aber braucht seine Schubladen.

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