Ayroles/ Maiorana
Garulfo
Wie leicht liesse sich diese Rezension mit Allgemeinplätzen füllen! Etwa der hier: Natürlich ist das Gras auf der anderen Seite des Zaunes immer grüner. Für Garulfo ist diese andere Seite des Zaunes die Menschengegend. Denn Garulfo ist ein Frosch, und als kleiner Hüpfer bewundert er die Menschen. Solange, bis er selbst einer wird.
Oder der hier: Die Umkehrung klassischer Märchenmotive im Comic ist nichts Neues, Serien wie „Fables“ (Vertigo, dt. bei Panini) und ihre Ableger beackern das weite Feld regelmässig. Insofern wäre es ein leichtes, „Garulfo“ als weiteren Mitreiter auf dieser Welle abzutun. Im Kern ist es eine verdrehte Mär vom Froschkönig. Erst will der Frosch ein Mensch sein. Aber als er die Menschen besser kennen lernt, wäre er lieber gern ein Frosch. Nur findet er als wunderschöner Prinz keinen, der ihn küssen – und damit erlösen – will.
Es spricht durchaus für Werke, wenn sie solche Allgemeinplätze beim Kritiker herausfordern. Denn das bedeutet, dass solche Erzählungen etwas sehr Allgemeingültiges ansprechen, hier in diesem Fall eine allgemeingültige Zivilisationskritik (auch wenn der Comic in einer Art Märchenmittelalter spielt). Menschen lügen, betrügen, intrigieren, Sex hat einen viel zu hohen Stellenwert und, ach ja, sie fressen Tiere. Pfui.
So weit, so richtig. Aber auch so bekannt.
Das Besondere an „Garulfo“ liegt tiefer. (mehr …)
Wie leicht liesse sich diese Rezension mit Allgemeinplätzen füllen! Etwa der hier: Natürlich ist das Gras auf der anderen Seite des Zaunes immer grüner. Für Garulfo ist diese andere Seite des Zaunes die Menschengegend. Denn Garulfo ist ein Frosch, und als kleiner Hüpfer bewundert er die Menschen. Solange, bis er selbst einer wird.

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